85.000 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz – warum die Krise 2025 eskaliert

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Zwei Kinder bei der Kung-Fu-Übung mit ihrem Meister, der links am Tisch sitzt und etwas prüft.

85.000 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz – warum die Krise 2025 eskaliert

Junge Menschen in Deutschland kämpfen zunehmend um Ausbildungsplätze – noch immer haben fast 85.000 Bewerberinnen und Bewerber im September 2025 keine Zusage erhalten. Expertinnen und Experten warnen, dass wirtschaftliche Belastungen, veränderte Prioritäten und hohe Abbrecherquoten sowohl für Auszubildende als auch für Betriebe zu einer wachsenden Herausforderung werden. Bei einer aktuellen Diskussion in Remscheid standen dabei Fragen nach Arbeitsmoral, Engagement und der Notwendigkeit besserer Unterstützung im Mittelpunkt.

Auf einem Podium in Remscheid kritisierte Henner Pasch, Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen mangelnder Arbeitsbereitschaft und Einsatzfreude. Er verwies auf häufige Krankschreibungen unter Auszubildenden und betonte, dass viele Bewerberinnen und Bewerber heute Work-Life-Balance höher gewichteten als berufliche Aufstiegschancen. Pasch forderte zugleich, dass ältere Generationen jungen Menschen helfen müssten, ihre Erwartungen realistischer zu gestalten.

Daniel Bielecki, Vorsitzender des Remscheider Jugendrats, erklärte, dass einige Jugendliche eine Ausbildung begannen, ohne wirkliches Interesse daran zu haben – was zu geringerer Motivation führe. Seine Äußerungen fielen zusammen mit einer Meldung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das eine Abbrecherquote von fast 30 Prozent unter Auszubildenden verzeichnete. Viele von ihnen schlossen später neue Verträge ab, was auf anhaltende Unsicherheit bei der Berufswahl hindeutet. Hubert Ertl vom BIBB unterstrich, dass die Gesellschaft die Ängste junger Menschen ernst nehmen müsse – etwa vor Inflation, Pandemien, Kriegen und finanzieller Unsicherheit in der Zukunft. Diese Belastungen, so Ertl, prägten ihre Entscheidungen und Erwartungen. Alexander Lampe vom Remscheider Industrieausbildungszentrum fügte hinzu, dass eine klarere Kommunikation zwischen Betrieben und Auszubildenden über die Vorteile der beruflichen Ausbildung helfen könnte, die Kluft zu überbrücken. Trotz der Debatte lassen öffentliche Unterlagen jedoch keine genauen Angaben zur Remscheider Podiumsdiskussion zu – etwa zur Identität einer dritten teilnehmenden Person.

Mit 85.000 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern bleibt der Ausbildungsmarkt für junge Menschen schwierig. Hohe Abbrecherquoten und divergierende Erwartungen stellen weiterhin Probleme für beide Seiten dar. Fachleute sind sich einig: Bessere Kommunikation und Unterstützungssysteme sind nötig, um die Situation nachhaltig zu verbessern.

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