Tödliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Vier-Tonnen-Lieferung wird vernichtet
Anna FuchsTödliches Tomatenvirus in Sibirien entdeckt – Vier-Tonnen-Lieferung wird vernichtet
Eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China ist mit einem tödlichen Pflanzenvirus infiziert worden. Die Entdeckung wurde in einem Zolllager im sibirischen Krasnojarsk gemacht und löste umgehend Maßnahmen der russischen Agrarbehörden aus.
Die befallenen Tomaten wurden bei einer Kontrolle durch den russischen Agraraufsichtsdienst Rosselkhoznadzor identifiziert. Tests bestätigten das Vorhandensein des Tomaten-Braunrugose-Fruchtvirus (ToBRFV), eines hochaggressiven Erregers, für den es bisher keine bekannte Heilung gibt.
Das Virus breitet sich rasant aus und kann innerhalb weniger Tage ganze Gewächshausbestände vernichten. Es überträgt sich durch direkten Kontakt zwischen Pflanzen, verunreinigte Werkzeuge oder sogar über die Hände und Kleidung von Arbeitern. Auch Bestäuber wie Bienen und Hummeln können die Krankheit von Pflanze zu Pflanze übertragen.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ordneten die Behörden die vollständige Vernichtung der Lieferung durch Verbrennung an. Die Tomaten waren im temporären Zolllager Agroterminal-Customs in Krasnojarsk zwischengelagert worden, während sie auf die Freigabe warteten.
Die infizierte Ware soll nun verbrannt werden, um das Risiko einer Übertragung auf heimische Kulturen auszuschließen. Die russischen Behörden verstärken die Überwachung von Importen, um künftige Ausbrüche zu verhindern. Das Tomaten-Braunrugose-Fruchtvirus bleibt eine ernste Bedrohung für kommerzielle Gewächshäuser weltweit.






