20 April 2026, 16:04

Gemeinsam gegen Gewalt: Wie Berufsgruppen im Job besser geschützt werden können

Ein Logo für das 'Büro zur Gewalt gegen Frauen' mit einer vielseitigen Gruppe von Menschen, die in einem Kreis mit verschränkten Armen stehen und von einer strahlend gelben Sonne umgeben sind.

Gemeinsam gegen Gewalt: Wie Berufsgruppen im Job besser geschützt werden können

Am Dienstag, dem 8. Juli 2025, veranstaltete das Präventionsnetzwerk #SicherImJob im Rahmen seiner Reihe SAFE HOUR ein Online-Event zum Thema, wie verschiedene Berufsgruppen gemeinsam gegen Gewalt an Beschäftigten vorgehen können. Fachleute aus Bildung, Gesundheitswesen und Straßenbau berichteten über ihre Erfahrungen und Lösungsansätze.

Die unter dem Titel "Netzwerk im Fokus: Chancen und Synergien der berufsübergreifenden Zusammenarbeit" stattfindende Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten zusammen, um über die zunehmende Gewalt am Arbeitsplatz zu diskutieren. Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, schilderte die täglichen Herausforderungen im Schulalltag – von Bedrohungen und verbalen Angriffen bis hin zu mangelndem Respekt seitens Schülerinnen, Schüler und Eltern.

Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, sprach über den Druck, dem Notfallteams ausgesetzt sind. Er erläuterte, wie verbale und körperliche Übergriffe für medizinisches Personal längst zur belastenden Routine geworden seien. Dr. Sascha Kaiser, Direktor bei Strassen.NRW, skizzierte unterdessen Konfliktsituationen im Straßenbau, etwa bei der Vegetationspflege oder der Absicherung von Baustellen.

Christian Bredau von der Kriminalpräventiven Beratungs- und Opferhilfestelle der Polizei Gelsenkirchen gab praktische Handlungsempfehlungen. Er betonte, wie wichtig Prävention, Nachsorge und strukturelle Schutzmaßnahmen in Unternehmen seien. Die Runde war sich einig: Nachhaltige Lösungen erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen den Institutionen.

Gelsenkirchen hat bereits konkrete Schritte eingeleitet, um die Kooperation zu stärken. Mit Initiativen wie dem Runden Tisch zur Gewaltprävention, Schulungen für Schlüsselpersonal und abgestimmten Handlungsplänen sollen Arbeitsumfelder in verschiedenen Branchen sicherer werden.

Die Reihe SAFE HOUR wird fortgesetzt; weitere Termine sind auf der Website des Netzwerks unter www.safeatwork.nrw abrufbar. Die Veranstaltung machte deutlich: Wirksamer Gewaltsschutz gelingt nur mit gemeinsamen Strategien und starken Partnerschaften. Durch vernetzte Zusammenarbeit können Institutionen Beschäftigte in Risikoberufen besser schützen.

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