22 March 2026, 14:02

Tausend Menschen demonstrieren in Köln gegen Rassismus und AfD-Satire zieht Blicke auf sich

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Banner halten, mit einem geparkten Auto links, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.

Tausend Menschen demonstrieren in Köln gegen Rassismus und AfD-Satire zieht Blicke auf sich

Über tausend Menschen gingen am Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung in Köln auf die Straße. Die Demonstration war Teil eines breiteren Aufrufs gegen Rassismus, an dem sich zahlreiche lokale Gruppen mit Kundgebungen in der ganzen Stadt beteiligten.

Der Marsch startete am Südermannplatz, bevor er entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz zog. Die Teilnehmenden trugen bunte Fahnen und Transparente, viele mit Parolen wie "Herz statt Hass", um sich gegen Diskriminierung in all ihren Formen zu stellen.

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Auf der Kundgebung nahe dem Rudolfplatz zog ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly besondere Aufmerksamkeit auf sich – eine scharfe Kritik an der rechtspopulistischen AfD. Die Veranstaltung reiht sich ein in eine Serie großer Antirassismus-Proteste in Köln, darunter die Black-Lives-Matter-Demonstrationen 2020 (mit über 10.000 Teilnehmenden) und der Marsch gegen Rechtsextremismus 2022 (5.000 bis 8.000 Menschen). Die Polizei hatte zunächst mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet, doch die endgültige Zahl lag knapp über 1.000.

Frühere Proteste in der Stadt thematisierten unter anderem Polizeigewalt, Migrationspolitik und strukturelle Diskriminierung. Allerdings weichen die genauen Teilnehmerzahlen oft voneinander ab, da die Schätzungen von Veranstaltern und Behörden selten übereinstimmen.

Die Demonstration markierte ein weiteres Jahr des öffentlichen Widerstands gegen Rassismus in Köln. Zwar blieb die Beteiligung hinter einigen früheren Kundgebungen zurück, doch kreative Protestelemente und vielfältige Botschaften unterstrichen das anhaltende Engagement der Stadt gegen Diskriminierung. Die Organisator:innen haben bisher keine Pläne für weitere unmittelbare Aktionen bekannt gegeben.

Quelle