05 May 2026, 02:09

NRW startet historische Zusammenarbeit zwischen Militär und Wirtschaft für mehr Sicherheit

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen mit Waffen zeigt, mit dem Text "Wiener Kommmerzial Bank" unten.

NRW startet historische Zusammenarbeit zwischen Militär und Wirtschaft für mehr Sicherheit

Militär und Wirtschaft in NRW treffen erstmals zu engerer Zusammenarbeit zusammen

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich erstmals Spitzenvertreter aus Militär und Wirtschaft zu einem gemeinsamen Austausch getroffen, um die Zusammenarbeit in der Sicherheitsvorsorge zu stärken. Bei dem Treffen in Düsseldorf kamen rund 30 Teilnehmer zusammen, darunter Vertreter der Bundeswehr und der Industrie- und Handelskammern (IHKs). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie private Unternehmen die Landesverteidigung in einem sich wandelnden sicherheitspolitischen Umfeld unterstützen können.

Die Begegnung markierte den ersten offiziellen Dialog zwischen dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen und den IHK-Vertretern. Brigadegeneral Müller betonte die Notwendigkeit einer engeren Einbindung der Privatwirtschaft und bezeichnete die IHKs als „zentrale Partner“ bei der Stärkung der deutschen Verteidigungsfähigkeiten. Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK NRW, pflichtete dem bei und unterstrich die Bedeutung einer reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Streitkräften.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gespräche drehten sich vor allem um die wachsende Abhängigkeit der Bundeswehr von einer funktionsfähigen Wirtschaft, um moderne Sicherheitsbedrohungen zu bewältigen. Als zentrale Handlungsfelder, in denen private Firmen einen Beitrag leisten könnten, wurden zuverlässige Transportlogistik, gesicherte Energieversorgung und flexible Beschaffungswege identifiziert. Zudem wurde erläutert, wie Unternehmen an Verteidigungsaufträge gelangen und die operativen Anforderungen des Militärs erfüllen können.

Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Deutschland seine Sicherheitspolitik grundlegend neu ausgerichtet – mit einem stärkeren Fokus auf Resilienz und Verteidigungsbereitschaft. Der „Operationsplan Deutschland“ definiert dabei die Rolle der Bundeswehr innerhalb der nationalen Sicherheitsstrategie und versteht Landesverteidigung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Erörtert wurde auch das Konzept der „German Hubs“, das sich auf die Verlegung von NATO- und Bundeswehrkräften durch Deutschland sowie den Schutz kritischer militärischer Infrastruktur konzentriert.

Das Düsseldorfer Treffen legte den Grundstein für eine dauerhafte Kooperation zwischen Bundeswehr und der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Künftig sollen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, um private Ressourcen stärker in die Verteidigungsplanung einzubinden. Das Landeskommando signalisierte, den Dialog mit den Industriepartnern auch weiterhin aktiv zu gestalten.

Quelle