Herfords erstes stationäres Hospiz füllt Lücke in der Palliativversorgung
Anna FuchsHerfords erstes stationäres Hospiz füllt Lücke in der Palliativversorgung
Herford bekommt erstes stationäres Hospiz – eine wichtige Lücke in der palliativen Versorgung wird geschlossen
In Herford entsteht das erste stationäre Hospiz der Stadt und füllt damit eine langjährige Lücke in der lokalen Palliativversorgung. Die neue Einrichtung wird in einem historischen Gebäude an der Unter den Linden 41 untergebracht, das zuvor die Tagesklinik des Kreises beherbergte. Derzeit laufen die Umbaumaßnahmen, um den fast 150 Jahre alten Standort in einen Ort der Sterbebegleitung zu verwandeln.
Das Projekt wurde möglich, nachdem die Tagesklinik in die Ravensberger Straße umgezogen ist und das denkmalgeschützte Gebäude für seinen neuen Zweck freigeworden ist. Da es sich um ein Baudenkmal handelt, müssen die Sanierungsarbeiten strenge Auflagen des Denkmalschutzes einhalten. Nach Fertigstellung wird das Hospiz rund 2.200 Quadratmeter umfassen und zehn Gästezimmern für Patient:innen bieten.
Betrieben wird die Einrichtung von der Hospiz Herford gGmbH, einer gemeinnützigen Initiative, die vom Diakonischen Werk Vlotho und dem Kirchenkreis Herford gemeinsam getragen wird. Das stationäre Hospiz soll die bestehenden ambulanten Hospizdienste nicht ersetzen, sondern ergänzen – eine enge Zusammenarbeit ist geplant.
Die Baukosten werden von der Stiftung Zukunft im Wittekindsland getragen, unterstützt durch eine Förderung der Sparkasse Herford. Dennoch sind weitere Spenden notwendig. Der Kreis hat hierfür einen eigenen Stiftungsfonds unter dem Namen Hospiz- und Palliativversorgung im Kreis Herford eingerichtet, um zusätzliche Mittel zu sammeln. Spenden können über die Sparkasse Herford entweder an die Stiftung oder direkt an das Hospiz überwiesen werden.
Bei planmäßigem Verlauf wird das Hospiz im Sommer 2026 seine ersten Gäste aufnehmen.
Die neue Einrichtung erweitert das palliative Versorgungsangebot in Herford und schafft einen festen Ort der Begleitung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Mit den laufenden Bauarbeiten und gesicherten Finanzierungswegen markiert das Projekt einen bedeutenden Schritt für die Gesundheitsversorgung im Kreis. Dabei bleibt der historische Charakter des Gebäudes erhalten, während es den modernen Anforderungen an Medizin und Komfort angepasst wird.






