Taylor Swift und McConaughey nutzen Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimmen
Anna FuchsTaylor Swift und McConaughey nutzen Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimmen
Prominente greifen zunehmend zum Markenrecht, um ihre Stimmen und Bilder vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Im April 2023 reichte das Unternehmen von Taylor Swift drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Diese Schritte spiegeln die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche wider, dass künstliche Intelligenz das Abbild von Künstlern ohne deren Zustimmung missbrauchen könnte.
Swift ist mit diesem Vorgehen nicht allein. Der Schauspieler Matthew McConaughey sicherte sich 2025 acht Markenrechte, darunter auch eine Klangmarke für seinen berühmten Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!".
Swifts Markenanmeldungen umfassen sowohl akustische als auch visuelle Elemente. Zwei Anträge schützen Klangmarken ihrer Stimme, die "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor" sagt. Der dritte Antrag betrifft eine Bildmarke mit einem Foto, das sie mit einer pinken Gitarre in der Hand zeigt – gekleidet in einen mehrfarbigen, schillernden Body und stehend auf einer pinken Bühne.
Die Anmeldungen erfolgen zu einer Zeit, in der KI-generierte Fälschungen von Swift im Internet verbreitet werden. Ihr Abbild tauchte bereits in unautorisierten Deepfakes auf, darunter in Meta-KI-Chats und pornografischen Inhalten. Solche Vorfälle haben die Sorgen vor dem Missbrauch künstlerischer Identitäten weiter verschärft.
McConaugheys Marken, die 2025 bewilligt wurden, umfassen den Schutz seiner Stimme und weiterer persönlicher Markenzeichen. Sein Fall – zusammen mit dem von Swift – testet, wie das Markenrecht im KI-Zeitalter angewandt werden kann. Rechtsexperten zufolge könnten diese Marken eine Grundlage bieten, um bei Verstößen vor Bundesgerichten zu klagen, und so als Abschreckung gegen Missbrauch wirken.
Das Problem beschränkt sich nicht auf einzelne Künstler. Im Dezember 2025 schickte Disney einen Unterlassungsbrief an Google. Das Unternehmen warf der Gemini-KI-Plattform von Google vor, illegal Kopien seiner markenrechtlich geschützten Figuren zu generieren.
Variety hat Vertreter von Swift sowie Rebecca Liebowitz, eine Partnerin der auf den Markenanmeldungen genannten Kanzlei Venable, um Stellungnahme gebeten.
Die Markenanmeldungen von Swift und McConaughey deuten auf eine neue Strategie hin, um kreatives Schaffen im digitalen Zeitalter zu schützen. Sollten diese rechtlichen Schritte erfolgreich sein, könnten sie einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Künstler ihre Stimmen und Bilder gegen KI-Missbrauch verteidigen. Bundesweite Klagen wegen Rechtsverletzungen könnten so zu einem zentralen Instrument werden, um unautorisierte Vervielfältigungen zu verhindern.






