Solingens Immobilienmarkt 2022: Preise steigen, doch Transaktionen brechen ein
Lotta AlbrechtSolingens Immobilienmarkt 2022: Preise steigen, doch Transaktionen brechen ein
Der Sachverständigenausschuss für Grundstückswerte in Solingen hat am 28. März 2023 seinen Immobilienmarktbericht 2023 veröffentlicht. Darin werden die Entwicklungstendenzen des Vorjahres für die Stadt detailliert analysiert. Die Ergebnisse sind nun auf der Plattform BORIS.NRW abrufbar.
Im Jahr 2022 wurden in Solingen 1.132 Kaufverträge mit einem Gesamtvolumen von 443,5 Millionen Euro registriert. Das entspricht einem Rückgang der Transaktionen um etwa 20 Prozent und einem Minus von 16 Prozent beim Gesamtwert im Vergleich zum Vorjahr.
Der Markt präsentierte sich uneinheitlich: Die Preise für Bestands-Eigentumswohnungen stiegen im Schnitt um 10 Prozent, während neu gebaute Wohnungen auf über 4.200 Euro pro Quadratmeter kletterten. Auch die Preise für Wohnbauland erhöhten sich um etwa 5 Prozent.
Der Absatz von Einfamilienhausgrundstücken brach dagegen um rund 30 Prozent ein. Hingegen verzeichneten Grundstücke für den mehrgeschossigen Wohnungsbau einen Anstieg um 20 Prozent. Rund 35 Prozent der Käufer, die 2022 Verträge unterzeichneten, lebten zum Zeitpunkt des Kaufs außerhalb Solingens.
Der Ausschuss nutzte diese Kaufverträge als Grundlage für die Festsetzung der Bodenrichtwerte und Marktanpassungsfaktoren. Der Bericht sowie die zentralen Daten sind nun öffentlich einsehbar. Sie dienen als Orientierungshilfe für künftige Grundstücksbewertungen und Marktentscheidungen in der Stadt.
