25 June 2026, 18:02

Solingen 1993: Wie ein rassistischer Brandanschlag Deutschland veränderte

OB Tim Kurzbach: "Solingen hat eine großartige Frau mit einem großen Herzen verloren"

Solingen 1993: Wie ein rassistischer Brandanschlag Deutschland veränderte

Am 29. Mai 1993 erschütterte ein rechtsextremer Brandanschlag in Solingen die deutsche Öffentlichkeit: Fünf Mitglieder der Familie Genç kamen dabei ums Leben. Die Tat legte schonungslos offen, welche Gefahren von ungebremstem Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ausgehen. Mevlüde Genç, die zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verlor, wurde zur Symbolfigur für Widerstandskraft und Versöhnung.

Das Haus der Familie Genç war Ziel des Anschlags, der tiefe Wunden in der Gemeinschaft hinterließ. Mevlüde Genç, bekannt für ihre Güte und Stärke, antwortete mit einem Aufruf zur Einheit zwischen Deutschen und Türken. Ihr Appell half, die Spannungen in Solingen zu entschärfen und weitere Gewalt zu verhindern.

Sie bestand darauf, das Andenken an ihre Kinder im kollektiven Gedächtnis der Stadt lebendig zu halten. Ihr Engagement prägte die Integrationspolitik in Solingen und weit über die Stadtgrenzen hinaus. Trotz ihres Schmerzes entschied sich die Familie, in Solingen zu bleiben – ein Zeichen ihres festen Willens zum friedlichen Zusammenleben.

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Der Oberbürgermeister von Solingen gelobte, das Gedenken an die Opfer für kommende Generationen zu bewahren. 2023 beging die Stadt den 30. Jahrestag des Anschlags mit würdevollen Gedenkveranstaltungen.

Mevlüde Gençs Einsatz veränderte den Umgang mit Integration in Deutschland nachhaltig. Ihr Beispiel zeigte, wie Erinnerung und Dialog Hass entgegenwirken können. Die Stadt Solingen hält ihr Vermächtnis bis heute durch kontinuierliche Ehrungen und Bildungsarbeit wach.

Quelle