Silvester-Albtraum: Hundebesitzer fliehen vor Böller-Terror in der Lüneburger Heide
Jonas WagnerSilvester-Albtraum: Hundebesitzer fliehen vor Böller-Terror in der Lüneburger Heide
Rita und Wilhelm Zachraj aus Dorsten reisten nach Schneverdingen, um mit ihrem Hund Odin ein ruhiges Silvesterfest zu verbringen. Das Paar hoffte, dem Lärm der Feuerwerke in der Lüneburger Heide zu entkommen – einem beliebten Ort für solche Feiern. Stattdessen erlebten sie in ihrer Ferienwohnung in der Igelweg eine intensive Feuerwerksbelagerung.
Die Zachrajs waren mit der Erwartung angereist, entspannte Tage zu verbringen. Doch bereits um 11 Uhr morgens am Silvestertag begannen die Böller – und hielten bis zum nächsten Morgen an. Odin, ein Rettungshund aus Ungarn, wurde mit jedem Knall zusehends unruhiger.
Mittlerweile unterstützen die beiden eine Petition für ein Feuerwerksverbot, die bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat. Eine aktuelle Online-Umfrage im Heidekreis ergab, dass 65 Prozent der Befragten ein solches Verbot befürworten. Allerdings lehnen es noch 35 Prozent ab – trotz der weitverbreiteten Schäden und Belästigungen.
Die Zachrajs fühlen sich von Tourismuswerbung getäuscht, die die Lüneburger Heide als feuwerwerksfreie Zone angepriesen hatte. Ihre Erfahrungen haben sie in ihrem Einsatz für strengere Regelungen bestärkt. Die Debatte um Feuerwerk bleibt kontrovers – mit klaren Positionen auf beiden Seiten.
