Ratsfrauen-Netzwerk fordert besseren Schutz für obdachlose Frauen im Kreis Unna
Miriam KönigRatsfrauen-Netzwerk fordert besseren Schutz für obdachlose Frauen im Kreis Unna
Zehn lokale Politikerinnen trafen sich kürzlich zum Vernetzungstreffen des Ratsfrauen-Netzwerks. Bei der Veranstaltung ging es um drängende Themen, die Frauen im Kreis Unna und in Lünen betreffen – darunter die Unterstützung obdachloser Frauen und der Schutz vor Gewalt.
Die Teilnehmerinnen hoben die besonderen Herausforderungen hervor, mit denen wohnungslose Frauen konfrontiert sind. Sie betonten, dass deren Bedürfnisse sich oft von denen obdachloser Männer unterscheiden und maßgeschneiderte Hilfsprogramme erfordern. Diskutiert wurden zudem die Umsetzung der Istanbul-Konvention sowie Maßnahmen zum besseren Schutz von Frauen vor Gewalt.
Ein zentrales Anliegen war der Ausbau niedrigschwelliger, leicht zugänglicher Unterstützungsangebote für Betroffene. Die Anwesenden analysierten bestehende Dienstleistungen in der Region und identifizierten Lücken – etwa das Fehlen einer kreisweiten Koordinierungsstelle. Auf der Agenda stand auch die Einführung einer anonymen Spurensicherung für Opfer sexualisierter Gewalt im Kreis Unna.
Das Treffen förderte den parteiübergreifenden Austausch über kommunalpolitische Lösungen. Die Politikerinnen diskutierten, wie die angemahnten Probleme angegangen und die Unterstützungssysteme für Frauen in der Region verbessert werden können.
Das Ratsfrauen-Netzwerk lenkte mit der Veranstaltung den Blick auf gravierende Versorgungslücken in der lokalen Frauenhilfe. Zu den Vorschlägen gehörten neue Koordinierungsstrukturen und die anonyme Spurensicherung, um den Schutz von Frauen zu stärken. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Unterstützung für besonders schutzbedürftige Gruppen im Kreis nachhaltig zu verbessern.
