NRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach neuen Fällen
Jonas WagnerNRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach neuen Fällen
Nordrhein-Westfalen verschärft seinen Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP), nachdem bei Wildschweinen neue Fälle aufgetreten sind. Der Kreis Olpe hat die Maßnahmen verschärft: Die Behörden haben die Sperrzonen ausgeweitet und Zäune verstärkt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Zu den aktuellen Eindämmungsmaßnahmen gehört ein 114 Kilometer langer Zaun, der ein Kerngebiet von etwa 143.000 Hektar umschließt. Diese Zone wurde eingerichtet, um infizierte Wildschweine zu isolieren und zu verhindern, dass die Krankheit auf Hausschweine übergreift. Bisher wurden im Kreis Olpe und Siegen-Wittgenstein rund 170 infizierte Wildschweine gefunden, bei Nutztieren gab es jedoch noch keine Fälle.
Drei neu entdeckte infizierte Wildschweine in der Nähe von Heinsberg haben nun Pläne vorangetrieben, den Zaun um weitere 25 Kilometer zu verlängern. Durch diese Erweiterung wird das Kerngebiet um etwa 3.400 Hektar vergrößert. Neben den Zäunen durchsuchen Drohnen und Suchtrupps sowohl eingezäunte als auch angrenzende Gebiete nach toten Wildschweinen.
Um das Infektionsrisiko zu verringern, werden gezielte Jagdaktionen organisiert, um den Wildschweinbestand in den umzäunten Gebieten zu reduzieren. Die Landesregierung hat zudem eine finanzielle Regelung eingeführt, die die Kosten für die ASP-Bekämpfung abdeckt und sicherstellt, dass die lokalen Behörden die Ausgaben aus Landesmitteln erstattet bekommen.
Die ausgeweiteten Zäune und strengeren Kontrollen sollen den weiteren Vormarsch des Virus stoppen. Da bisher keine Hausschweine betroffen sind, liegt der Fokus weiterhin auf der Eindämmung der ASP in der Wildschweinpopulation. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau und setzen die Maßnahmen konsequent um.






