Flughafen Dortmund kämpft trotz Passagierrekord mit Millionenverlust 2025
Anna FuchsFlughafen Dortmund kämpft trotz Passagierrekord mit Millionenverlust 2025
Flughafen Dortmund verzeichnete 2025 trotz 3,24 Millionen Passagieren finanzielle Probleme
Trotz eines Passagieraufkommens von 3,24 Millionen geriet der Flughafen Dortmund 2025 in finanzielle Schieflage. Zwar stiegen die Erlöse auf 49,81 Millionen Euro, doch das Defizit weitete sich auf 6,3 Millionen Euro aus – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresverlust von 1,8 Millionen Euro. Als Gründe für den Rückgang der Erträge gelten gestiegene Kosten und ein reduziertes Flugangebot.
Die wirtschaftliche Lage verschärfte sich, nachdem das EBITDA von 5,1 Millionen Euro auf etwa 971.000 Euro einbrach. Ein zentraler Faktor war der Rückzug von Ryanair, das zuvor rund 430.000 Reisende bedient hatte. Trotz dieses Rückschlags stieg die Passagierzahl deutlich an – von einem Tiefstand von 1,2 Millionen im Jahr 2021 auf 2,5 Millionen 2025. Damit überflügelte Dortmund regionale Konkurrenten wie Paderborn-Lippstadt und Karlsruhe/Baden-Baden.
Zusätzlich belasteten steigende Personalkosten die Bilanz. Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neuer Flächentarifvertrag trieben die Ausgaben in die Höhe. Hinzu kam, dass Eurowings Strecken strich, wodurch etwa 130.000 Passagiere betroffen waren.
Die endgültigen, geprüften Zahlen für 2025 werden im Juni erwartet. Während sich der Flughafen bei den Passagierzahlen erholt hat, verschlechterte sich seine finanzielle Situation aufgrund externer Belastungen und betrieblicher Veränderungen weiter.
Fazit: Trotz 49,81 Millionen Euro Umsatz schloss der Flughafen Dortmund 2025 mit einem Defizit von 6,3 Millionen Euro ab. Der Verlust spiegelt höhere Personalkosten und ein geringeres Flugaufkommen wider – obwohl die Passagierzahlen wieder stiegen. Die offiziellen Finanzdaten werden nach der Prüfung im Juni bestätigt.






