IHK kritisiert "überzogene Winterpause" der Kommunalverwaltungen in Solingen und Wuppertal
Lotta AlbrechtIHK kritisiert "überzogene Winterpause" der Kommunalverwaltungen in Solingen und Wuppertal
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisches Land hat die verlängerte Weihnachts-Schließzeit der Kommunalverwaltungen in Solingen und Wuppertal scharf kritisiert. Die als vollständige „Winterpause“ bis zum 8. Januar bezeichnete Schließung stößt bei Wirtschaftsvertretern auf Besorgnis. Beamte warnen, dass dadurch essentielle Dienstleistungen für Unternehmen und Bürger beeinträchtigt werden könnten.
Henner Pasch, Präsident der IHK Bergisches Land, und Hauptgeschäftsführer Michael Wenge betonten übereinstimmend die Notwendigkeit, die Verwaltungsstellen auch während der Feiertage geöffnet zu halten. Ein zweiwöchiger Stillstand ohne Zugang zu wichtigen Services sei weder für die Wirtschaft praktikabel noch für die Bürger zumutbar, argumentierten sie.
Die IHK bezeichnete die Maßnahme als „etwas überzogen“ und verwies darauf, dass die benachbarte Stadt Remscheid ihre Ämter wie gewohnt im Januar wieder öffnen werde. Zudem wies die Organisation darauf hin, dass Besitzer neuer Elektrofahrzeuge diese bis Ende 2022 anmelden müssen, um höhere staatliche Fördergelder zu erhalten – was die Schließung besonders problematisch mache.
Um das Problem zu lösen, setzt sich die IHK für einheitliche Regelungen in der gesamten Region Bergisches Städtedreieck ein. Diese sollen Energieeinsparungen mit der Aufrechterhaltung unverzichtbarer Dienstleistungen für die Öffentlichkeit und die lokale Wirtschaft in Einklang bringen.
Die verlängerte Schließung betrifft sowohl den Zugang zu Verwaltungsleistungen als auch zeitkritische Verfahren. Unternehmen und Bürger müssen nun mit Verzögerungen bei wichtigen Services rechnen. Die IHK plädiert weiterhin für einen ausgewogeneren Umgang mit Feiertags-Schließungen.
