Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig
Jonas WagnerDortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit über einem Jahr untätig
Dortmund's Ethikkommission zu Großwildjagden liegt seit über einem Jahr auf Eis
Die 2023 eingerichtete Ethikkommission der Stadt Dortmund, die eigentlich die Praxis der Großwildjagd überprüfen sollte, ist seit mehr als einem Jahr inaktiv. Die Gruppe hätte die ethischen Aspekte des Verkaufs von Jagd-Safaris und deren Auswirkungen auf den Artenschutz bewerten sollen. Doch mit der bevorstehenden Messe Jagd und Hund wächst der Druck auf die Stadtverwaltung, die stockenden Fortschritte endlich anzugehen.
Die Gründung der Kommission folgte jahrelangen hitzigen Debatten im Stadtrat. Zu ihren Aufgaben gehörte es, zu prüfen, ob Jagdreisen – insbesondere auf afrikanisches Großwild – auf lokalen Fachmessen zugelassen werden sollten. Politische Gruppen wie die Grünen hatten gefordert, dass das Gremium noch vor der Sommerpause 2023 zusammentritt. Doch ein einziges Treffen fand nie statt.
Erst kürzlich bestätigte Dortmunds neuer Oberbürgermeister, dass es keinerlei Dokumentation über die Arbeit der Kommission gibt. Lückenhafte Akten machen es unmöglich, ihre Aktivitäten nachzuvollziehen. Die rechtspopulistische AfD lehnt die Kommission ohnehin seit Anfang an ab.
Die ausbleibenden Fortschritte fallen in eine Phase, in der die Jagd und Hund-Messe bevorsteht – und die Stadt nun entscheiden muss, wie sie mit Ausstellern umgeht, die Jagdreisen bewerben. Unklar bleibt, ob sich die Bundesregierung oder andere Städte seit dem umstrittenen Elefantenjagd-Angebot Botswanas 2022 in ihrer Haltung zu kommerzieller Großwildjagd neu positioniert haben.
Ohne protokollierte Sitzungen oder Ergebnisse ist die Zukunft der Kommission ungewiss. Dortmunds Verantwortliche müssen nun abwägen, ob sie das Gremium reaktivieren oder ganz aufgeben – eine Entscheidung, die künftig prägen wird, wie die Stadt mit jagdbezogenen Ausstellern umgeht.
Did Dortmund's Ethics Commission Miss the Messe Deadline?
The Jagd & Hund 2026 fair proceeded as planned from 27 January to 1 February 2026, despite the stalled ethics commission. The event concluded successfully without reported ethical interventions or shutdowns. Post-messe summaries confirm no disruptions to exhibitors promoting hunting safaris during the fair.






