Bürgerprotest gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld wächst rasant an
Jonas WagnerBürgerprotest gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld wächst rasant an
Eine Petition, die Änderungen an den deutschen Schienenausbauplänen fordert, hat in nur sechs Wochen fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die unter dem Motto "Deutschland-Takt überdenken" geführte Kampagne richtet sich gegen eine geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld. Kritiker argumentieren, das Projekt solle zugunsten einer Modernisierung der bestehenden Trassen gestrichen werden.
Die Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und lokalen Frauenverbänden in Ostwestfalen ins Leben gerufen. Gemeinsam sammelten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und 6.600 online aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre zentrale Forderung: der Verzicht auf neue Hochgeschwindigkeitsstrecken und eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten im Schienenverkehr.
Die geplante Strecke soll die Fahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld von 48 auf 31 Minuten verkürzen, wobei Züge bis zu 300 km/h erreichen sollen. Zwölf mögliche Trassenkorridore wurden für die genaue Streckenführung vorgeschlagen, doch Gegner halten das Vorhaben für weder kosteneffizient noch umweltverträglich.
Statt neuer Trassen fordern die Unterzeichner den Ausbau des bestehenden Netzes. Sie behaupten, dieser Ansatz diene dem Klimaschutz besser und vermeide die Belastungen durch ein großes Bauprojekt.
Die Bahnbehörde plant weiterhin den Bau neuer Gleise für die Hochgeschwindigkeitsverbindung. Doch das rasante Wachstum der Petition deutet auf starken öffentlichen Widerstand hin. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Projekts steht noch aus.






