Bergisch Gladbach kürzt Haushalt um 3,8 Millionen Euro – Feuerwehr und Flüchtlingshilfe betroffen
Anna FuchsBergisch Gladbach kürzt Haushalt um 3,8 Millionen Euro – Feuerwehr und Flüchtlingshilfe betroffen
Bergisch Gladbach hat sein Budget um 3,8 Millionen Euro gekürzt, um den finanziellen Druck zu bewältigen. Der Stadtrat wollte die Ausgaben senken, ohne das für dieses Jahr geplante Defizit von 49 Millionen Euro zu verändern. Einsparungen wurden bereits in mehreren Fachbereichen vorgenommen, weitere Kürzungen sind für die Zukunft vorgesehen.
Die Verwaltung hat die Forderungen des Rates erfüllt und einen Haushalt vorgelegt, der für die regionale Genehmigung infrage kommt. Über 100 Kürzungen wurden umgesetzt, die Bereiche wie Flüchtlingshilfe, Marketing, Jugendkultur und die Feuerwehr betreffen. Die größte Einzelersparnis in diesem Jahr beträgt 371.000 Euro durch die vorübergehende Schließung der Flüchtlingsunterkunft Hermann-Löns-Halle.
Die Feuerwehr allein muss mehr als 300.000 Euro einsparen. Zwei Drittel der gesamten Einsparungen stammen aus Personalkosten, die durch den schrittweisen Abbau von Stellen bei natürlichem Personalabgang – und nicht durch Entlassungen – erreicht wurden. Die Betriebskosten wurden um 1,3 Millionen Euro reduziert, während die Personalkosten um 2,5 Millionen Euro sanken.
Der Stadtrat hat die Personalausgaben auf dem Niveau von 2026 eingefroren, um künftige Kostensteigerungen zu begrenzen. Zudem wurden strenge Kontrollen der Personalkosten und neue Steuerungsmaßnahmen beschlossen. Darüber hinaus verzichtete die Verwaltung darauf, die Kita-Gebühren um zwei Millionen Euro zu erhöhen, was zusätzliche Belastungen für Eltern vermeidet.
Die Kürzungen werden schrittweise umgesetzt, wobei sich erste Auswirkungen noch in diesem Jahr zeigen und tiefgreifendere Einsparungen in den Folgejahren folgen. Die Stadt strebt für 2024 eine Ersparnis von 1,35 Millionen Euro an und plant, ab dem darauffolgenden Jahr jährlich über 1,6 Millionen Euro einzusparen. Bereits jetzt hat sie ihr Ziel von 3,8 Millionen Euro Einsparungen für 2026 und die beiden darauffolgenden Jahre übertroffen.
