BBC streicht "Reparaturwerkstatt" wegen eines 60-Jahre-alten Witzes
Eine Folge der BBC-Sendung "Die Reparaturwerkstatt" wurde nach der Beschwerde eines Zuschauers über einen als "sexistisch" kritisierten Witz abgesetzt. In dem Beitrag waren handschriftliche Witzesammlungen des Komikers Bob Monkhouse aus den 1960er-Jahren zu sehen. Die Entscheidung fiel, nachdem ein Mitarbeiter der Produktionsfirma einen der Witze als anstößig empfunden hatte.
Bob Monkhouse begann in den frühen 1960er-Jahren, seine Witzesammlungen anzulegen. Er trug sie stets in einem silbernen Koffer mit sich herum und nannte sie scherzhaft seine "laufenden Akten". Die Bücher enthielten tausende Seiten voller Scherze, Karikaturen und Skizzen.
1995 verschwanden zwei Bände, woraufhin Monkhouse eine Belohnung für ihre Rückgabe aussetzte. Später wurden sie wiedergefunden und lagerten nach seinem Tod unter dem Schreibtisch seines Freundes Colin Edmond. Der Komiker nutzte die Sammlungen sein ganzes Berufsleben lang – bis zu seinem Tod.
In der Folge von "Die Reparaturwerkstatt" löste einer der Witze die Beschwerde eines BBC-Mitarbeiters aus. Der Sender entschied sich daraufhin, den gesamten Beitrag aus dem Programm zu nehmen, und begründete dies mit Rücksicht auf alle Zuschauer.
Durch die Entscheidung der BBC wird die Sequenz mit den Witzesammlungen nicht ausgestrahlt. Monkhouses handschriftliches Material, einst ein zentraler Bestandteil seiner Auftritte, bleibt auch Jahrzehnte später ein Diskussionspunkt. Der Vorfall zeigt, wie ältere Comedy-Inhalte mit heutigen Maßstäben kollidieren können.






