A59-Brücke wird saniert – doch der Autobahn-Streit spaltet Duisburg weiter
Miriam KönigA59-Brücke wird saniert – doch der Autobahn-Streit spaltet Duisburg weiter
Bauarbeiten an maroder A59-Brücke beginnen – doch Streit um Autobahn-Ausbau geht weiter
Nach einer symbolischen Grundsteinlegung haben die Bauarbeiten an der bröckelnden A59-Brücke begonnen. Das Projekt ist Teil eines umstrittenen Autobahnausbaus, der Behörden, Anwohner und Verkehrsplaner spaltet. Besonders im Duisburger Stadtteil Meiderich regt sich massiver Widerstand gegen die Pläne, da die Bewohner erhebliche Beeinträchtigungen für ihre Wohngebiete befürchten.
Die Stadt hatte als Alternative zum 6,7 Kilometer langen Autobahnausbau einen Tunnel vorgeschlagen. Die Autobahn GmbH lehnte dies jedoch mit Verweis auf zusätzliche Kosten von 2,3 Milliarden Euro und eine deutlich längere Bauzeit ab. Zudem berief sich das Unternehmen auf eine aktuelle Studie, wonach gefährliche Güter und Schwerlastverkehr die geplante Tunnelstrecke nicht sicher passieren könnten.
Lokale Initiativen, darunter die Gruppe Link, wiesen diese Bedenken zurück. Sie verwiesen auf bestehende Tunnel in Deutschland, die bereits ähnlichen Verkehr bewältigten. Die Organisation warnte zudem, dass hohe Lärmschutzwälle das Sonnenlicht für Anwohner blockieren könnten – manche Haushalte hätten dann täglich nur noch wenige Stunden Tageslicht.
Die Proteste in Meiderich werden immer lauter: Anwohner fürchten, dass die bis zu 46 Meter breite Trasse zu nah an ihren Häusern vorbeiführen wird. Trotz des Widerstands treiben die Bundesbehörden das Projekt voran. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte die Stadt rechtliche Schritte einleiten.
Die Autobahn GmbH verteidigt ihr Vorgehen mit geplanten Lärmschutzmaßnahmen – doch die Anwohner bleiben skeptisch. Sie argumentieren, dass der Ausbau mehr Schaden als Nutzen für das Viertel bringen werde.
Der Streit um das Vorhaben bleibt ungelöst: Zwar haben die Bauarbeiten begonnen, doch Klagen sind weiterhin möglich. Falls der 6,7 Kilometer lange Ausbau wie geplant realisiert wird, würde er das Gesicht des Stadtteils Meiderich prägen – mit Folgen für Lärmbelastung, Sonneneinstrahlung und Grundstücksgrenzen. Eine Einigung zwischen Behörden und Bürgern scheint vorerst in weiter Ferne.






