Zugschaffnerin kämpft nach Übergriffen für mehr Sicherheit bei der Deutschen Bahn
Jonas WagnerZugschaffnerin kämpft nach Übergriffen für mehr Sicherheit bei der Deutschen Bahn
Zugschaffnerin aus Saerbeck fordert mehr Arbeitssicherheit nach wiederholten Übergriffen bei der Deutschen Bahn
Die Zugbegleiterin Mandy Brune aus Saerbeck setzt sich für besseren Schutz am Arbeitsplatz bei der Deutschen Bahn ein, nachdem sie immer wieder mit Beleidigungen, Bedrohungen und gefährlichen Situationen konfrontiert wurde. Oft filmten Fahrgäste die Vorfälle mit ihren Handys, statt bei der Bahn einzugreifen. Nun meldet sie sich im Rahmen einer Kampagne zu Wort, um auf die Risiken hinzuweisen, denen Beschäftigte im öffentlichen Dienst bei der Bahn ausgesetzt sind.
Brune arbeitet seit Jahren als Schaffnerin bei der Bahn, doch die Gleichgültigkeit vieler Augenzeugen erschüttert sie. Sie berichtet von Fällen, in denen Fahrgäste Streitigkeiten mit dem Smartphone aufzeichneten, anstatt bei der Bahn einzuschreiten. Trotz dieser Erfahrungen bleibt sie ihrer Arbeit mit Leidenschaft verbunden.
Die Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" soll das Bewusstsein für die Herausforderungen schärfen, denen Schaffner:innen und andere Beschäftigte im Kundenservice bei der Bahn täglich begegnen. Brune hofft, dass mehr Menschen bei der Bahn eingreifen, wenn sie Mitarbeiter:innen in Bedrängnis sehen. Aktuelle Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Die Deutsche Bahn verzeichnete 2023 1.708 Angriffe auf Bahnmitarbeiter:innen – ein Anstieg gegenüber den 1.604 Vorfällen im Vorjahr.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert strengere Schutzmaßnahmen bei der Bahn, darunter doppelt besetzte Schichten, Körperkameras und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Übergriffe auf Zugpersonal. Brune spürt bereits erste Erfolge der Aufklärungskampagne: Mittlerweile stellen sich vereinzelt Fahrgäste bei der Bahn auf ihre Seite, wenn es zu Konflikten kommt.
Ihre Geschichte steht exemplarisch für die täglichen Gefahren, denen Bahnmitarbeiter:innen in ganz Deutschland bei der Bahn ausgesetzt sind. Während die Kampagne für sichere Arbeitsbedingungen bei der Bahn kämpft, pochen Gewerkschaften auf konkrete Schritte zur Gewaltprävention. Brune selbst blickt optimistisch in die Zukunft – in der Hoffnung, dass sich sowohl das öffentliche Bewusstsein als auch der Schutz am Arbeitsplatz bei der Bahn nachhaltig verbessern.






