08 May 2026, 10:04

Zoll deckt 1.800 Verdachtsfälle bei bundesweiter Razzia gegen illegale Beschäftigung auf

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die Mindestlohnvorschriften der Staaten vom 1. Januar 2023 zeigt, mit verschiedenen Blautönen, die unterschiedliche Lohnstufen anzeigen.

Zoll deckt 1.800 Verdachtsfälle bei bundesweiter Razzia gegen illegale Beschäftigung auf

Deutsche Zollbehörden haben eine groß angelegte Kontrollaktion zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung und Verstöße gegen das Mindestlohngesetz durchgeführt. Im Fokus standen besonders risikobehaftete Branchen wie Gastronomie, Beherbergungsgewerbe und Fahrdienste. Im Rahmen der Überprüfungen wurden über 6.500 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen befragt.

An der bundesweiten Razzia beteiligten sich mehr als 3.000 Zollbeamte. Sie führten rund 700 detaillierte Prüfungen von Geschäftsunterlagen direkt in den Betrieben durch. Ziel war es, nicht angemeldete Arbeit, Verstöße gegen den Mindestlohn sowie weitere Vergehen gegen das Arbeitsrecht aufzudecken.

Bei den Kontrollen wurden etwa 1.800 Verdachtsfälle identifiziert. Davon betrafen rund 600 mögliche Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Die Behörden leiteten zudem 460 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, wobei in über 90 Fällen konkret Unterbezahlung im Raum stand.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf strafrechtlichen Ermittlungen: Die Beamten initiierten rund 340 Strafverfahren, darunter 45 Fälle wegen vorenthaltenen Sozialabgaben und 150 wegen illegalen Aufenthalts. Zudem wurden über 800 Ermittlungen wegen Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung eingeleitet.

Constanze Voß, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), betonte die Bedeutung solcher Kontrollen. Diese lieferten aktuelle Erkenntnisse über die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften, erklärte sie. In Nachprüfungen sollen nun Angaben von Beschäftigten mit Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen abgeglichen werden.

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Der Fachkontrolldienst Schwarzarbeit (FKS) führt solche gezielten Kontrollen regelmäßig durch. Der Ansatz ist risikoorientiert und konzentriert sich auf Branchen, in denen Verstöße besonders wahrscheinlich sind.

Die Aktion hat bereits zu Hunderten von Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren geführt. Weitere Ermittlungen werden die Angaben der Beschäftigten mit den Unternehmensdaten abgleichen. Die Behörden erwarten, dass die Ergebnisse die Einhaltung von Lohn- und Arbeitsgesetzen stärken werden.

Quelle