Zoll am Flughafen Dortmund beschlagnahmt 46.700 Euro bei scharfen Bargeldkontrollen
Miriam KönigZoll am Flughafen Dortmund beschlagnahmt 46.700 Euro bei scharfen Bargeldkontrollen
Zollbeamte am Flughafen Dortmund führen scharfe Kontrollen von Bargeldbewegungen durch
Im September führten Zollbeamte am Flughafen Dortmund über drei Tage hinweg strenge Kontrollen von Bargeldtransfers durch. Während der Aktion überprüften sie 1.892 Reisende und untersuchten 675 Gepäckstücke. Ziel der verschärften Maßnahmen war die Durchsetzung der Meldepflicht für größere Bargeldbeträge bei der Ein- und Ausreise.
Die Reisekontrollgruppe konzentrierte sich dabei auf die Einhaltung der Bargeldmeldegesetze. Wer aus einem Land außerhalb der EU nach Deutschland einreist und 10.000 Euro oder mehr mitführt, muss dies dem Zoll anzeigen. Gleiche Regeln gelten bei der Ausreise in ein Nicht-EU-Land, hier ist jedoch eine schriftliche Deklaration erforderlich. Innerhalb der EU können Beamte bei Verdacht auf nicht deklarierte Gelder eine mündliche Angabe verlangen.
Bei den Kontrollen entdeckten die Beamten in 60 Einzelfällen insgesamt 532.022 Euro. In 15 Fällen hatten Reisende Bargeldbeträge von über 10.000 Euro nicht deklariert. Fünfmal kam es zur Beschlagnahmung von nicht gemeldetem Bargeld in Höhe von insgesamt 46.700 Euro. Zudem wurden zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem der Verdacht auf versuchte umgehende Bargeldausfuhren nach Russland aufkam – dabei wurden 17.200 Euro als Beweismittel sichergestellt.
Die Aktion führte zu sechs Verwarnungen und neun Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die Behörden raten Reisenden, Nachweise über Herkunft, Besitz und Verwendungszweck des mitgeführten Bargelds bereitzuhalten. Solche Unterlagen helfen, den Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zu entkräften.
Die Kontrollen am Dortmunder Flughafen unterstreichen, wie konsequent Deutschland die Bargeldmeldevorschriften durchsetzt. Reisende, die größere Summen mitführen, müssen die Meldepflichten einhalten – andernfalls drohen Bußgelder, Beschlagnahmungen oder rechtliche Konsequenzen. Die Behörden überwachen weiterhin grenzüberschreitende Geldströme, um illegale Finanzaktivitäten zu verhindern.






