Wittens Wildschweingehege: Drei Zukunftsvisionen im Rat zur Abstimmung
Jonas WagnerWittens Wildschweingehege: Drei Zukunftsvisionen im Rat zur Abstimmung
Wittens alter Wildschweingehege-Zukunft wird in Ratssitzung am 23. Februar 2026 entschieden
Die seit dem letzten Sommer leer stehende Anlage hat eine Debatte über ihre künftige Nutzung ausgelöst. Drei verschiedene Vorschläge liegen nun auf dem Tisch.
Das Gehege am Hohenstein ist seit Juli 2025 ungenutzt. Alle acht Wildschweine wurden damals vorsorglich gekeult, um einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Jahrelang hatte die Überpopulation dazu geführt, dass jährlich mindestens zehn Tiere getötet werden mussten.
Die CDU schlägt vor, die Bevölkerung in einer Bürgerbefragung über die künftige Nutzung des Geländes entscheiden zu lassen. Die SPD unterstützt diesen Ansatz und wird für eine öffentliche Beteiligung stimmen. Die AfD hingegen setzt sich dafür ein, das Gehege erneut mit Wildschweinen zu besetzen.
Die lokale Verwaltung hat einen alternativen Plan vorgelegt: Das zwei Hektar große Areal soll in ein 'experimentelles Forstgebiet' umgewandelt werden. Der Vorschlag sieht vor, auf dem ehemaligen Gehege zwölf seltene Baumarten anzupflanzen.
Die Ratsmitglieder müssen sich nun zwischen einer Bürgerbefragung, der erneuten Ansiedlung von Wildschweinen oder dem neuen Forstprojekt entscheiden. Die Wahl wird die Zukunft des leer stehenden Geheges prägen – seit der Keulung im vergangenen Jahr lebt dort kein Wildschwein mehr.






