Windenergie im Kreis Gütersloh: Über 60 Anlagen bis 2027 geplant
Windenergie im Kreis Gütersloh: Zahl der Anlagen soll sich mehr als verdoppeln
Der Kreis Gütersloh bereitet sich auf einen massiven Ausbau der Windenergie vor. Geplant ist, die Zahl der derzeit aktiven Windkraftanlagen mehr als zu verdoppeln. Eine Welle neuer Anträge und Genehmigungen folgt auf jüngste Änderungen der regionalen Vorschriften.
Aktuell sind im Kreisgebiet 34 Windräder in Betrieb. Doch diese Zahl wird deutlich steigen: 29 weitere Anlagen sind bereits beantragt. Allein die Deutsche WindXperts GmbH errichtet 13 neue Windkraftanlagen, für die bereits alle notwendigen Genehmigungen vorliegen.
Das Unternehmen investiert rund 100 Millionen Euro in das Projekt und setzt dabei vor allem auf das Modell Enercon E-175. Zehn dieser Anlagen entstehen in Harsewinkel – sieben in Greffen und drei in Marienfeld. Die restlichen drei werden an anderen Standorten im Kreis errichtet.
In diesem Jahr hat der Kreis bereits 18 neue Windräder genehmigt, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur vier im Jahr 2023. Der Zuwachs ist auf angepasste Abstandsregeln in Nordrhein-Westfalen zurückzuführen, die es ermöglichen, dass die Türme bis zu doppelt so hoch wie der Abstand zum nächsten Wohnhaus gebaut werden dürfen. Die meisten neuen Anlagen konzentrieren sich auf Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz, weitere entstehen in Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und Gütersloh. Alle 13 WindXperts-Anlagen sollen bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
In den kommenden Jahren wird sich die Zahl der Windkraftanlagen im Kreis Gütersloh damit deutlich erhöhen. Mit 29 zusätzlichen Anlagen wird die Gesamtzahl die aktuellen 34 deutlich übersteigen. Der Ausbau spiegelt sowohl die geänderten regulatorischen Rahmenbedingungen als auch die gestiegenen Investitionen in erneuerbare Energien wider.






