28 April 2026, 04:03

Willichs Schüler verlieren mit dem SchokoTicket ihre bundesweite Mobilität

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin, Deutschland, mit Schildern und Transparenten, einige tragen Mützen und tragen Taschen oder fahren Fahrräder, mit einem Gewässer, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Willichs Schüler verlieren mit dem SchokoTicket ihre bundesweite Mobilität

Schüler in Willich profitieren derzeit vom Deutschlandticket – doch die geplante Umstellung auf das eingeschränkte SchokoTicket sorgt für Diskussionen. Kritiker warnen, dass der Wechsel die Mobilität junger Menschen stark einschränken und die eigentlichen Haushaltsprobleme der Stadt nicht lösen würde.

Aktuell nutzen berechtigte Schüler in Willich das Deutschlandticket, das ihnen Fahrten im gesamten Bundesgebiet ermöglicht. Besonders für Familien ohne Auto oder solche, die bewusst auf ein eigenes Fahrzeug verzichten, ist das Ticket ein wichtiger Baustein – nicht nur für den Schulweg, sondern auch für Freizeitaktivitäten, Besuche bei Freunden oder selbstständiges Reisen.

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Doch die Stadt plant nun den Wechsel zum SchokoTicket, einer günstigeren Alternative, die jedoch nur im VRR-Gebiet gilt. Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, äußert sich besorgt: Die Abschaffung des Deutschlandtickets werde das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch Willichs nicht schließen. Stattdessen treffe die Einsparung ausgerechnet einen Bereich, der das Leben junger Menschen direkt prägt.

Maaßen verweist zudem auf weitere Folgen: Die Beschränkung auf das SchokoTicket schränke die Bewegungsfreiheit der Schüler ein – mit Auswirkungen auf soziale Kontakte, Familienbesuche und die eigenständige Lebensgestaltung, die für Heranwachsende entscheidend seien.

Der Wechsel vom Deutschlandticket zum SchokoTicket würde die Reiseoptionen für Willicher Schüler deutlich verkürzen. Zwar könnte die Stadt kurzfristig sparen, doch der Preis wäre hoch: Die Jugendlichen verlören die Möglichkeit, über das lokale Verkehrsnetz hinaus mobil zu sein. Die SPD betont, dass der Schritt die finanziellen Probleme der Kommune nicht löst, während er junge Bürger unmittelbar belastet.

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