Willich verabschiedet Haushalt 2026: Kita-Gebühren steigen, Geschwisterrabatt bleibt
Lotta AlbrechtWillich verabschiedet Haushalt 2026: Kita-Gebühren steigen, Geschwisterrabatt bleibt
Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen hielten ihre Diskussionen dabei bewusst knapp. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Debatten über Kita-Gebühren, Geschwisterrabatte und Kürzungen bei den Schülerverkehrszuschüssen. Eltern und politische Gruppen hatten vor der endgültigen Abstimmung Bedenken wegen steigender Kosten und Leistungsabbau geäußert.
Der Haushaltsprozess begann mit Sparvorschlägen der SPD, die sich auf nicht essenzielle Ausgaben und freiwillige Leistungen konzentrierten. Ihr Plan sah zudem die Streichung des Deutschlandticket-Zuschusses für anspruchsberechtigte Studierende vor – ein Schritt, der später als Einschränkung der Mobilitätsoptionen junger Menschen kritisiert wurde.
Eltern in Willich hatten zuvor Frust über Pläne geäußert, die Kita-Gebühren zu erhöhen und die jährliche Kostenanpassungsrate anzuheben. Der Stadtrat beschloss schließlich, die bestehende Geschwisterermäßigung beizubehalten und lehnte Vorschläge für zusätzliche Gebühren ab. Mit Mehrheit wurde jedoch eine dauerhafte Erhöhung der jährlichen Gebührenanpassung von zwei auf drei Prozent beschlossen – wirksam ab diesem Jahr.
In der abschließenden Sitzung unterstützte die Fraktion der Grünen den Haushalt, warnte jedoch vor der sich verschärfenden finanziellen Lage der Stadt. Die SPD stimmte dem Plan zu, betonte aber die Notwendigkeit verantwortungsvoller Ausgabenpolitik und den Schutz von Familien vor weiteren Kürzungen. Trotz unterschiedlicher Standpunkte wurde der Haushalt einstimmig verabschiedet und tritt im Juli rechtlich in Kraft.
Der Jugendhilfeausschuss hatte bereits zuvor Versuche blockiert, Geschwistergebühren einzuführen oder Beitragssätze anzuheben. Damit bleibt sichergestellt, dass Familien mit mehreren Kindern im Kindergarten keine zusätzlichen Belastungen tragen müssen.
Der Haushalt 2026 steht nun fest: Die Änderungen bei den Kita-Gebühren und Kostenanpassungen sind beschlossen. Die Streichung der Schülerverkehrszuschüsse und die höhere jährliche Gebührenerhöhung treten ab Juli in Kraft. Der Geschwisterrabatt bleibt hingegen erhalten und bietet betroffenen Familien weiterhin Entlastung.






