01 May 2026, 08:04

Willich streitet über höhere Kita-Gebühren und Geschwisterrabatte

Schwarzes und weißes Plakat mit dem Text "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" und einer Gruppe von Menschen, die gegen Kinderarbeit in den USA protestieren.

Willich streitet über höhere Kita-Gebühren und Geschwisterrabatte

In der Stadt Willich gibt es neue Kontroversen um Pläne zur Anpassung der Kita-Gebühren. Eltern und lokale Initiativen reagieren verärgert auf Vorschläge, die die Kosten für Familien erhöhen könnten. Die Debatte entzündet sich, während die Stadtverwaltung nach Wegen sucht, die finanzielle Belastung des Haushalts zu verringern.

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Im Mittelpunkt des Streits stehen Änderungen bei Geschwisterrabatten und Gebührenanpassungen. Bisher gewährt Willich für jüngere Geschwisterkinder vollständige Befreiungen, während Nachbarstädte wie Nettetal und Kempen bereits 50 Prozent der Gebühren für alle Kinder erheben. Nun will die Stadt durch die Kürzung dieser Rabatte 500.000 Euro einnehmen und weitere 100.000 Euro, indem dynamische Gebührenerhöhungen auf drei Prozent gedeckelt werden.

Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es nicht um die vollständige Abschaffung der Geschwisterermäßigungen gehe. Vielmehr solle angepasst werden, wie viel Eltern für zusätzliche Kinder zahlen. Er wies auch darauf hin, dass alle Empfehlungen noch von den gewählten Vertretern beraten und beschlossen werden müssten.

Kritik kommt von mehreren Seiten. Die Anwohnerin Marlene Mendes bezeichnete die geplanten Erhöhungen als ungerecht, während der Jugendwohlfahrts-Elternbeirat sowohl die Geschwistergebühren als auch die höheren Anpassungen ablehnt. Auch die SPD-Fraktion meldete sich zu Wort und argumentierte, der Haushaltsausgleich dürfe nicht auf dem Rücken der Eltern ausgetragen werden.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung nun aufgefordert, die Gebührenstruktur zu überprüfen. Änderungen müssen bis zum 28. April vorgelegt werden. Diese aktuelle Diskussionsrunde reiht sich ein in jahrelange Debatten über Kita-Kosten in Willich – bisher mit wenig Fortschritt.

Die angespannte Haushaltslage zwingt die Stadt, nach neuen Einnahmequellen zu suchen, darunter auch diese Gebührenänderungen. Falls genehmigt, würden die Anpassungen in den kommenden Monaten in Kraft treten. Eltern und Interessenverbände beobachten die Entwicklung weiterhin genau.

Quelle