Wenn Hunde Post bekommen und Welse Badende jagen: Deutschlands skurrilste Tiertatort-Fälle

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Ein Kaninchen frisst Futter in der Nähe von hölzernen Bauen.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Wenn Hunde Post bekommen und Welse Badende jagen: Deutschlands skurrilste Tiertatort-Fälle

Deutschland erlebte in den letzten Monaten so manche skurrile Tiergeschichte

Von Hunden, die offizielle Briefe erhalten, bis hin zu riesigen Welsen, die Badende in Angst versetzen – die Berichte waren mal kurios, mal amüsant. Gerichte, Polizei und sogar Paketdepots sahen sich plötzlich mit unerwarteten pelzigen oder gefiederten Besuchern konfrontiert.

Im Mai 2019 sorgte der Münchner Hund Urax für Schlagzeilen, nachdem er einen Brief vom Rundfunkbeitragsservice erhalten hatte. Das Bayerische Verwaltungsgericht entschied später, dass der vierbeinige Bewohner tatsächlich keine Rundfunkgebühren zahlen müsse. Der Fall brachte den Zuhörern Schmunzeln – und wohl auch einige Verwirrung – ins Gesicht.

Unterdessen löste die vierjährige Hündin Bella in Oberbayern Aufsehen aus, als sie aus dem Garten ihrer Besitzer ausbüxte. Doch statt nur durch die Straßen zu streunen, stieg sie in eine S-Bahn, landete schließlich in einem Polizeiauto und ließ ihre Familie in hektischer Suche zurück. Auch Wildtiere sorgten für Aufregung: Am 20. Juni verletzte ein zwei Meter langer Wels, der als „Killer-Wels“ betitelt wurde, mehrere Badende am Brombachsee in Mittelfranken. Die Behörden, unterstützt von einem Angelverein und Wasserrettungskräften, beschlossen, den Fisch zu töten, nachdem sie ihn als Sicherheitsrisiko eingestuft hatten. Experten vermuteten später, dass sein aggressives Verhalten darauf zurückzuführen war, dass er in flachem Wasser seinen Nachwuchs beschützte.

Weitere ungewöhnliche Begegnungen: Ein Nandu im Tierpark Landshut verschluckte am Neujahrstag den Handschuh eines Kindes. In Simbach am Inn fand ein Metzger den verlorenen Ehering des Bauern Johannes Brandhuber – im Magen seiner Kuh Herzal. Und in einem Paketdepot in Nersingen hörte ein Mitarbeiter Miauen aus einem Päckchen, nur um eine schlafend zusammengerollte Katze darin zu entdecken.

Nicht alle Geschichten endeten glücklich: Der Nürnberger Zoo erntete Kritik, nachdem er zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels im Gehege töten ließ. Die Entscheidung löste rund 350 Strafanzeigen aus. Deutlich heiterer war die Geschichte von Vincent, dem Bartgeier, der als unerwarteter Weltenbummler 1.600 Kilometer vom Nationalpark Berchtesgaden bis zur Nordsee flog.

Diese Vorfälle zeigen, wie unberechenbar Tiere das menschliche Leben bereichern – oder durcheinanderbringen. Gerichte klärten, dass Hunde keine Rundfunkgebühren zahlen müssen, die Polizei nahm sich entlaufener Haustiere an, und Wildtierexperten hatten mit ungewöhnlichen Bedrohungen zu kämpfen. Manche Fälle sorgten für Kontroversen, andere ließen die Menschen nur verwundert den Kopf schütteln.