26 January 2026, 20:04

Wasserstoff-Midstreamer sollen Investitionen absichern und Märkte stabilisieren

Drei Autos nebeneinander auf einem Parkplatz geparkt, wobei eines den Text Wasserstoff-getriebenes Fahrzeug anzeigt, ein Maschendrahtzaun im Hintergrund und Gras auf der rechten Seite.

Wasserstoff-Midstreamer sollen Investitionen absichern und Märkte stabilisieren

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (VIK) hat einen neuen Plan vorgelegt, um die Wasserstoffnutzung zu beschleunigen. Kern der Initiative ist die Schaffung staatlich gestützter Zwischenhändler – sogenannte Wasserstoff-Midstreamer –, die Produzenten mit industriellen Abnehmern verbinden sollen. Ziel ist es, Investitionsrisiken zu verringern und gleichzeitig stabile Preise sowie eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten.

Laut dem VIK-Konzept würden diese Midstreamer als langfristige Abnehmer auftreten und Verträge mit Wasserstofferzeugern abschließen. Dadurch ließe sich die Markunsicherheit reduzieren und die Investitionen in Produktion und Infrastruktur fördern. Der Verband schätzt, dass die Subventionierung von einer Million Tonnen Wasserstoff jährlich Kosten im mittleren bis hohen einstelligen Milliardenbereich verursachen würde.

Um keine bestimmte Technologie zu bevorzugen, sollen die Midstreamer zunächst alle CO₂-armen Wasserstoffarten unterstützen. Diese Flexibilität soll das Marktwachstum vorantreiben, ohne sich zu früh auf spezifische Verfahren festzulegen. Der VIK besteht zudem auf eine zehnjährige Fördergarantie, um Unternehmen die nötige Planungssicherheit für Wasserstoffprojekte und industrielle Umstellungen zu geben. Obligatorische Quotensysteme, wie sie im Verkehrssektor eingesetzt werden, lehnt der Verband ab – mit der Begründung, sie könnten die Kosten in die Höhe treiben und übermäßige Bürokratie schaffen. Stattdessen schlägt er ein Contract-for-Difference-Modell (CfD) auf der Nachfrageseite vor. Dieses soll die Lücke zwischen den hohen Produktionskosten – bedingt durch teuren Strom, Kapitalaufwand und Regularien – und den Zahlungsbereitschaft der Käufer schließen. Derzeit ist erneuerbarer, elektrolytisch erzeugter Wasserstoff deutlich teurer als Erdgas. Der VIK-Plan zielt darauf ab, diese Kostenschwelle durch Marktstabilisierung und langfristige Lieferverträge zu überwinden.

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Würde das Midstreamer-Modell umgesetzt, könnte es die industrielle Wasserstoffexpansion wiederbeleben, indem es die finanziellen Risiken für Erzeuger und Abnehmer senkt. Das System würde auf staatliche Absicherung setzen, um Verträge und Finanzierungen über das nächste Jahrzehnt hinweg zu sichern. Der VIK-Ansatz verzichtet zwar auf starre Quoten, führt aber Mechanismen ein, um Kosten und Marktnachfrage in Einklang zu bringen.