Warum Erwachsene plötzlich die Spielzeugbranche erobern – und was sie besonders lieben
Jonas WagnerSpielwarenmesse - Erwachsene gewinnen an Bedeutung - Warum Erwachsene plötzlich die Spielzeugbranche erobern – und was sie besonders lieben
Die Spielzeugbranche erlebt einen Wandel: Immer mehr Erwachsene treiben die Verkäufe an
Lange waren Spielzeuge und gesellschaftsspiele vor allem auf Kinder ausgerichtet – doch mittlerweile ziehen sie zunehmend erwachsene Käufer in ihren Bann. Im vergangenen Jahr entfielen in vielen Märkten bereits 30 Prozent der Spielzeugkäufe auf Erwachsene.
Dieser Trend hat dazu geführt, dass der Bereich der Spielwaren für Erwachsene schneller wächst als jeder andere Zweig der Branche.
Besonders gefragt sind Puzzles, brettspiele und Sammelfiguren. Allein der Puzzle-Markt verzeichnete im letzten Jahr ein Wachstum von 19 Prozent – angetrieben vor allem durch anspruchsvolle Designs für Erwachsene. Viele greifen zu diesen Produkten, um eine Auszeit vom Bildschirm zu nehmen oder schöne Kindheitserinnerungen wachzurufen.
Auch wirtschaftliche und politische Unsicherheiten spielen eine Rolle. Im Vergleich zu größeren Luxusgütern bieten Spielzeuge eine erschwingliche Möglichkeit, sich etwas zu gönnen. Einige Händler haben bereits reagiert und spezialisierte Geschäfte für erwachsene Käufer eröffnet, wie etwa die französische Kette King Jouet.
Die Veränderung ist so deutlich, dass die diesjährige Spielwarenmesse Nürnberg – die weltweit größte Fachmesse der Branche – einen besonderen Fokus auf Produkte für Jugendliche und Erwachsene legt. Brettspiele, kreative Hobbys und Actionfiguren zählen zu den Kategorien, die bei älteren Käufern besonders beliebt sind.
Die Spielzeugbranche passt sich ihrem neuen Publikum an: Immer mehr Läden und Veranstaltungen richten sich gezielt an Erwachsene, während die Verkaufszahlen deren wachsenden Einfluss bestätigen. Angesichts von Bezahlbarkeit und Nostalgie als treibende Kräfte wird dieser Marktsegment voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter wachsen.






