Warum *Dinner for One* seit 50 Jahren den Silvesterabend prägt

Warum *Dinner for One* seit 50 Jahren den Silvesterabend prägt
Jedes Jahr an Silvester versammeln sich Millionen in Deutschland und Österreich, um Dinner for One zu schauen. Die kurze Komödie ist seit den frühen 1970er-Jahren ein fester Bestandteil der Festtagstradition. Ihre Mischung aus Humor, Brauchtum und feiner gesellschaftlicher Kritik bringt das Publikum Jahr für Jahr zurück.
Die Handlung spielt in einem englischen Salon um das Jahr 1900. Miss Sophie, eine betagte Dame der Oberschicht, gibt ein Dinner für vier Freunde – die allerdings längst verstorben sind. Ihr Butler James serviert nicht nur das Essen, sondern schlüpft auch in die Rollen der abwesenden Gäste. Das Setting spiegelt das Leben der britischen Aristokratie wider, mit formellen Gängen und Getränken, die an koloniale und standesgemäße Traditionen erinnern.
Das Menü folgt strengen Ritualen: Suppe mit Sherry, Fisch mit Weißwein, Hähnchen mit Champagner und Obst mit Portwein. Mit jedem Gang leert James die Gläser der Gäste und wird zunehmend betrunken. Seine Trunkenheit bricht die steife gesellschaftliche Ordnung auf und offenbart einen spielerischen Aufstand unter der polierten Fassade. Miss Sophie und James verbinden eine komplexe Beziehung – ihre Dialoge oszillieren zwischen Vertrautheit, Abhängigkeit und einem unausgesprochenen Einverständnis. Die Sketch zeigt leise die Einsamkeit im Alter, in der Rituale Halt und ein brüchiges Gefühl von Würde geben. Die Performance des Butlers, der zugleich Diener und Stellvertreter seiner ehemaligen Herren ist, deutet auf verschobene Machtverhältnisse hin, die sich hinter dem Gelächter verbergen.
Dinner for One bleibt ein kultureller Bezugspunkt im deutschsprachigen Raum. Seine anhaltende Beliebtheit gründet auf dem Kontrast zwischen starrer Tradition und dem Chaos menschlichen Verhaltens. Jeden Silvesterabend unterhält die Mischung aus Nostalgie und Subversion weiterhin die Zuschauer und prägt so die Feierlichkeiten des Festes.

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