VRR bestellt 36 moderne FLIRT-XL-Züge für das Rhein-Ruhr-Netz bis 2029
Anna FuchsVRR bestellt 36 moderne FLIRT-XL-Züge für das Rhein-Ruhr-Netz bis 2029
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat 36 neue Züge des Typs FLIRT XL für sein S-Bahn-Netz bestellt. Der Schweizer Hersteller Stadler wird die Fahrzeuge liefern, die speziell auf die stark frequentierten Strecken der Region zugeschnitten sind. Der Einsatz auf den Linien S 5 und S 8 soll ab Dezember 2029 beginnen, die Regional-Express-Linie RE 41 folgt ein Jahr später.
Den Auftrag für die neuen Züge erhielt die VIAS Rail GmbH, die für Betrieb, Wartung und Instandhaltung verantwortlich sein wird. Jeder 70 Meter lange Zug bietet 180 Sitzplätze, sechs breite Türen pro Seite sowie geräumige Mehrzweckbereiche für eine barrierefreie Nutzung. Zudem verfügen alle Fahrzeuge über Toiletten.
Die Züge werden im grün-weißen Design der Rhein-Ruhr-S-Bahn unterwegs sein. Die Finanzierung übernimmt direkt der VRR, der damit auch Eigentümer der Flotte bleibt. Stadler-Chef Jure Mikolčić betonte, wie stolz das Unternehmen darauf sei, die Modernisierung des Netzes zu unterstützen.
Die FLIRT-XL-Modelle sind für den Hochfrequenzbetrieb konzipiert und setzen auf bereits erprobte Technologien. Automatisierter Zugbetrieb (ATO) und funkbasierte Zugsteuerung (CBTC) kommen seit 2017 auf der Wallisellen-Linie der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) zum Einsatz. Die modularen Antriebsblöcke der Züge, die hinter den Führerständen positioniert sind, ermöglichen Geschwindigkeiten von 160 bis 200 km/h – eine Konfiguration, die sich bereits in Deutschland, Italien, Ungarn und Algerien bewährt hat.
Der Fahrgastbetrieb auf den Linien S 5 und S 8 startet im Dezember 2029, die RE 41 folgt im Dezember 2030. Alle Verträge laufen bis Dezember 2044.
Die ersten FLIRT-XL-Züge sollen noch vor Ende 2029 in Betrieb gehen. Ihre automatisierten Systeme und die Hochgeschwindigkeitsfähigkeiten zielen darauf ab, die Effizienz im stark ausgelasteten Rhein-Ruhr-Netz zu steigern. Durch das Eigentumsmodell des VRR bleibt die langfristige Kontrolle über Betrieb und Wartung der Flotte gesichert.






