Vestische setzt auf Wasserstoffbusse – und übertrifft Erwartungen mit Reichweite und Verfügbarkeit
Miriam KönigVestische setzt auf Wasserstoffbusse – und übertrifft Erwartungen mit Reichweite und Verfügbarkeit
Vestische setzt seit März 2024 fünf Wasserstoff-Brennstoffzellenbusse ein. Die Fahrzeuge, die vom portugiesischen Hersteller Caetano unter der Modellbezeichnung H2 City Gold gebaut wurden, waren bereits im August 2022 bestellt worden. Um die verschärften EU-Emissionsvorgaben bis 2030 zu erfüllen, erweitert das Unternehmen nun schrittweise seine Flotte.
Die neuen Busse haben in den ersten sechs Monaten des Einsatzes überzeugt: Ihre Verfügbarkeit und Reichweite übertreffen die von batterieelektrischen Modellen und kommen nahezu an die Zuverlässigkeit herkömmlicher Dieselbusse heran. Geschäftsführer Martin Schmidt zeigte sich zufrieden mit den betrieblichen Ergebnissen.
Der Umstieg auf sauberere Antriebe erfolgt vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie für saubere Fahrzeuge, die klare Fristen setzt. Bis 2030 müssen Verkehrsbetriebe sicherstellen, dass 32,5 Prozent ihrer Flotte niedrigemissiv und weitere 32,5 Prozent emissionsfrei sind. Vestische hat die Quote für niedrige Emissionen bereits erfüllt, indem alle neuen Dieselbusse mit hydriertem Pflanzenöl (HVO 100) betrieben werden.
Für die emissionsfreie Komponente hat das Unternehmen fünf weitere Wasserstoffbusse beim irischen Hersteller Wrightbus bestellt, die voraussichtlich im Frühjahr 2025 eintreffen sollen. Die Finanzierung erfolgte durch Mittel des Bundesverkehrsministeriums und der Europäischen Union.
Ab 2027 plant Vestische, jährlich sieben Wasserstoffbusse in die Flotte aufzunehmen. Kürzlich besuchte der Bau- und Verkehrsausschuss unter Leitung des Stadtrats Rüdiger Lehr das Vestische-Depot in Bottrop, um die im Einsatz befindlichen Brennstoffzellenbusse zu begutachten.
Die Erweiterung der Wasserstoffflotte durch Vestische entspricht nicht nur den EU-Vorgaben, sondern verringert auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Durch die schrittweise Modernisierung der Flotte sichert das Unternehmen die Einhaltung der Richtlinien, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen. Ab 2027 sind weitere jährliche Ergänzungen vorgesehen.






