20 March 2026, 06:03

Velbert diskutiert lebensverlängernde Behandlungen: Recht, Ethik und Patientenrechte im Fokus

Altes Buch mit dem Titel "Bericht der Kommission, die beauftragt wurde, die Ärzte zu untersuchen, die Seiner Majestät während seiner Krankheit beigestanden haben, betreffend den perfekten Gesundheitszustand Seiner Majestät" auf dem Cover.

Velbert diskutiert lebensverlängernde Behandlungen: Recht, Ethik und Patientenrechte im Fokus

Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden Behandlungen in Velbert

Ende dieses Monats findet in Velbert eine Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden medizinischen Behandlungen statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Pflegeamt der Stadt, der Bergischen Diakonie Aprath und dem SKFM Velbert/Heiligenhaus. Im Mittelpunkt stehen rechtliche und ethische Fragen rund um Entscheidungen am Lebensende. Die Öffentlichkeit sowie gesetzliche Betreuer:innen sind eingeladen, kostenlos und ohne Anmeldung teilzunehmen.

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Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. März, von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Villa B (Höferstraße 37) statt. Als Referent führt Sebastian Schmitz, Fachmann vom SAPV-Dienst (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) Mettmann, durch den Abend. In seinem Vortrag geht es um verfügbare Hilfsmittel für Entscheidungsprozesse sowie den aktuellen rechtlichen Rahmen für lebensverlängernde Maßnahmen.

In den vergangenen fünf Jahren hat es in Deutschland bedeutende rechtliche Entwicklungen in diesem Bereich gegeben. Grundlegende Urteile, wie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2020 zur Sterbehilfe und das Urteil von 2022 zu Patientenverfügungen, haben die Rechte bei der Behandlungseinstellung neu definiert. Zusammen mit den Debatten über Übertherapie während der COVID-19-Pandemie und der Digitalisierung von Patientenverfügungen 2024 ist das Bewusstsein für Patientenautonomie und verhältnismäßige Behandlung gewachsen.

Die Veranstaltung spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, ethische und praktische Herausforderungen in der Sterbebegleitung zu bewältigen. Die Organisatoren möchten Betroffenen, Angehörigen und Betreuer:innen klare Orientierung für schwierige medizinische Entscheidungen bieten.

Die Teilnehmer:innen erhalten einen besseren Überblick über ihre Rechte und Möglichkeiten bei lebensverlängernden Maßnahmen. Die Veranstaltung unterstreicht, wie wichtig informierte Entscheidungen in der medizinischen Versorgung sind. Der kostenlose Eintritt sichert einen breiten Zugang zu diesen essenziellen Informationen.

Quelle