VAR-Chaos in Münster: Vermummte Fans legen Monitor lahm und stoppen Spielentscheidung
Anna FuchsVAR-Chaos in Münster: Vermummte Fans legen Monitor lahm und stoppen Spielentscheidung
Zweitligapartie zwischen Münster und Hertha BSC nach VAR-Störung unterbrochen
Am 8. März 2026 kam es in einem Spiel der 2. Bundesliga zwischen Münster und Hertha BSC zu einer ungewöhnlichen Unterbrechung, als zwei vermummte Fans den bildschirmnahen VAR-Monitor am Spielfeldrand abschalteten. Der Vorfall ereignete sich in einer entscheidenden Phase der Partie und zwang die Schiedsrichter, sich für eine wichtige Entscheidung auf die Fernunterstützung aus Köln zu verlassen.
Der Verein verurteilte die Aktion später scharf und kündigte konsequente Maßnahmen gegen die Verantwortlichen an.
Die Störung ereignete sich im Münsterstadion, als Schiedsrichter Felix Bickel gerade einen möglichen Elfmeter überprüfen wollte. Da der Monitor plötzlich nicht mehr funktionierte, holte er sich Rat vom VAR-Truck in Köln ein. Nach der Beratung wurde der Elfmeter gegeben und erfolgreich verwandelt.
Die Münsteraner Fans hatten ihre Frustration über das VAR-System bereits früher im Spiel zum Ausdruck gebracht. Im Block wurde ein Transparent mit der Aufschrift "VAR abschalten" entrollt – ein deutliches Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit mit der Technologie.
Nach dem Vorfall veröffentlichte SC Münster eine Erklärung, in der die Einmischung scharf verurteilt wurde. Der Verein versprach, die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Um künftige Störungen zu verhindern, wurden umgehend Sicherheitsvorkehrungen ergriffen.
Das Spiel wurde nach der per Fernzugriff getroffenen VAR-Entscheidung fortgesetzt. Münster reagierte mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen rund um die Spielfeldtechnik und betonte, die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Fans und dem Videobeweis im deutschen Fußball.






