04 March 2026, 06:24

Überladener Transporter auf A3 gestoppt – 80 Prozent zu schwer unterwegs

Ein Polizeiwagen steht vor einem Gebäude mit Text darauf, mit einer Verkehrsampel mit einem Mast und Drähten im Vordergrund und Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Überladener Transporter auf A3 gestoppt – 80 Prozent zu schwer unterwegs

Ein schwer überladener Transporter wurde von der Ausländerbehörde auf der Autobahn A3 bei Köln aus dem Verkehr gezogen. Das Fahrzeug, gesteuert von einem 42-jährigen Mann, war mit fast dem doppelten des zulässigen Gesamtgewichts beladen. Die Beamten leiteten umgehend Maßnahmen ein, um eine Weiterfahrt bis zur Behebung des Problems zu verhindern.

Obwohl dieser Vorfall auf anhaltende Bedenken hinweist, gibt es keine zentrale Erfassung der Gesamtzahl schwerer Überladungsfälle auf deutschen Autobahnen im vergangenen Jahr. Stattdessen verweisen Berichte auf verstreute Einzeldaten, darunter eine 34-Tonnen-Überladung auf der BAB 20 bei Wismar sowie Hunderte Verstöße bei gezielten Kontrollen in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Der bei einer Routinekontrolle gestoppte Transporter wog 6.320 Kilogramm – und lag damit deutlich über der zulässigen Grenzlast von 3,5 Tonnen. Die Ausländerbehörde stellte eine Überladung von etwa 80 Prozent fest, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellte. Der 42-jährige Fahrer gab an, sich auf einer Privatfahrt von Moldau nach Belgien zu befinden.

In der Folge wurde dem Fahrzeug die Weiterfahrt untersagt, bis die Ladung auf ein zulässiges Maß reduziert war. Zudem musste der Fahrer sicherstellen, dass der Transporter die Verkehrssicherheitsvorschriften erfüllte, bevor er wieder auf die Straße durfte. Zur Sicherstellung eines möglichen Ordnungswidrigkeitsverfahrens hinterlegten die Beamten eine Kaution von 500 Euro.

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Dieser Fall reiht sich in eine Reihe von Überladungsvorfällen in ganz Deutschland ein. Allein in Sachsen-Anhalt wurden im Februar bei Routinekontrollen 32 Überladungsverstöße registriert. Eine großangelegte Aktion im Mai ergab in nur einer Woche 368 Überladungsdelikte bei gezielten Kontrollen von Lkw und Bussen in Sachsen. Besonders extrem war ein Fall mit einer 34-Tonnen-Überladung auf der BAB 20 bei Wismar – doch eine bundesweite Datenbank, die solche Vorfälle systematisch erfasst, existiert nicht.

Dem Fahrer drohen nun mögliche Bußgelder und weitere rechtliche Konsequenzen. Die hinterlegte Kaution von 500 Euro wird auf etwaige Strafen angerechnet. Ohne ein einheitliches Erfassungssystem bleibt das volle Ausmaß der Überladung auf deutschen Straßen jedoch unklar. Die Ausländerbehörde stützt sich weiterhin auf regionale Kontrollen und Einzelmeldungen, um das Problem zu überwachen.