Trump-Foto mit NCAA-Meisterinnen löst Empörung über ignorierte Sportlerinnen aus
Jonas WagnerTrump-Foto mit NCAA-Meisterinnen löst Empörung über ignorierte Sportlerinnen aus
Ein Foto aus dem Weißen Haus mit dem Frauennationalteam der University of Georgia im Tennis hat weitreichende Kritik ausgelöst. Die Aufnahme zeigt den damaligen Präsidenten Donald Trump mit den NCAA-Meisterinnen – doch im Vordergrund standen fast ausschließlich männliche Trainer und Betreuer. In sozialen Medien formierte sich schnell Empörung über die vermeintliche Missachtung der Spielerinnen selbst.
Das Frauenteam der University of Georgia hatte das Weiße Haus nach dem Gewinn der NCAA-Meisterschaft im vergangenen Jahr besucht. Bei dem Termin entstand ein Foto mit Trump, doch die Bildkomposition sorgte sofort für Aufsehen. Während die Sportlerinnen weitgehend verdeckt blieben, posierte der Präsident umgeben von männlichen Trainern und Mitarbeitern.
Die Kritik verschärfte sich, als Beobachter bemängelten, dass Trump den männlichen Betreuern die Hand schüttelte, den Athletinnen jedoch nicht. Die ehemalige Doppel-Weltranglistenerste Rennae Stubbs, die einst Serena Williams trainierte, schrieb auf Social Media: "Stellt euch vor, er schüttelt den Spielerinnen die Hand – oh warte, das hat er ja nicht!". Stubbs ist eine bekannte Kritikerin der Trump-Regierung.
Auch Martina Navratilova, 18-fache Grand-Slam-Einzelsiegerin und ebenfalls eine scharfe Trump-Gegnerin, kommentierte spitz: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…" Ihr Statement spiegelte die Verärgerung vieler wider, die in dem Moment eine Geringschätzung der Mannschaftsleistung sahen.
Der Vorfall hat die Debatte über die Wertschätzung von Sportlerinnen neu entfacht. Das Foto und Trumps Verhalten während des Besuchs wurden zum Kristallisationspunkt für breitere Kritik. Das Team der University of Georgia hatte seinen Titel indes bereits Monate zuvor mit einer ungeschlagenen Saison geholt.






