Transferpoker um Rocco Reitz: Leipzig und Gladbach uneinig über Ablösesumme
Jonas WagnerTransferpoker um Rocco Reitz: Leipzig und Gladbach uneinig über Ablösesumme
RB Leipzig drängt auf Rocco Reitz von Borussia Mönchengladbach – doch die Klubs liegen bei der Ablösesumme weit auseinander
Der 23-jährige Mittelfeldspieler verfügt über eine Freigabeklausel in Höhe von 25 Millionen Euro, die Leipzig als "deutlich überzogen" einstuft. Dennoch könnten Gespräche weitergeführt werden, da Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder Verhandlungen nicht ausschließt.
Reitz' aktueller Vertrag läuft noch bis Juni 2028, doch Leipzigs langjähriges Interesse hat angesichts von Gladbachs Abstiegskampf neue Brisanz erhalten. Die Borussia belegt mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz aktuell Rang 12 der Bundesliga. Trotz seiner Führungsrolle – er vertrat den verletzten Stürmer Tim Kleindienst als Kapitän – blieb seine sportliche Bilanz überschaubar: In 27 Pflichtspielen dieser Saison steuerte er lediglich zwei Vorlagen bei.
Auch seine Disziplin geriet in die Kritik. Eine Rote Karte in der 55. Minute des Spiels gegen den FC Bayern München am 6. März führte zu einer einspieligen Sperre – sein einziger Ausfall in dieser Saison. Zwar war Reitz ansonsten durchgehend einsatzbereit, doch Leipzig zeigt sich nicht bereit, die volle Ablösesumme zu zahlen.
Die Sachsen hoffen auf eine günstigere Lösung, doch Gladbach gibt sich bisher unnachgiebig. Schröder räumte zwar mögliche Gespräche ein, bestritt jedoch konkrete Angebote.
Da Leipzig auf einen Nachlass drängt, steht der Transfer auf der Kippe. Reitz' durchwachsene Saison – geprägt von Verantwortung, aber geringer offensiver Wirkung – erschwert die Verhandlungen zusätzlich. Vorerst bleibt seine Zukunft mit Gladbachs Abstiegskampf und der Kompromissbereitschaft des Clubs verknüpft.