23 March 2026, 08:04

Traditionsunternehmen Brüder-Schlau stellt nach Insolvenz den Betrieb ein

Ein Einrichtungshaus-Innenraum mit Sofas, Tischen, Stühlen, Hockern, Deckenleuchten und Texttafeln, mit einem Wasserzeichen in der rechten unteren Ecke.

Traditionsunternehmen Brüder-Schlau stellt nach Insolvenz den Betrieb ein

Die Brüder-Schlau-Gruppe, ein traditionsreiches deutsches Einzelhandelsunternehmen, stellt nach der Insolvenzantragstellung im Juni 2023 ihren Betrieb ein. Das vor über einem Jahrhundert gegründete Unternehmen beschäftigte einst rund 3.900 Mitarbeiter. Nun werden die verbleibenden Geschäftsbereiche abgewickelt oder verkauft.

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Gegründet wurde das Unternehmen 1921, als die Brüder Theodor und Wilhelm Schlau ihren ersten Laden in Minden eröffneten. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einer bedeutenden Handelsgruppe mit zwei Hauptsparten: der Möbelkette Hammer und den Schlau-Großhandelsmärkten.

Das Insolvenzverfahren hat zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten geführt. Zwar können etwa 1.200 Stellen gerettet werden, doch viele weitere Mitarbeiter stehen vor der Entlassung, da die Geschäftsaktivitäten eingestellt werden. Die Möbelkette Hammer wird von ReThink übernommen, die plant, 93 der Märkte weiterzuführen. Dennoch werden voraussichtlich rund 70 Hammer-Filialen geschlossen.

Die Schlau-Großhandelsabteilung, die einst etwa 60 Märkte umfasste, wird hingegen vollständig eingestellt. Der verbleibende Warenbestand wird liquidiert. Einige Schlau-Standorte könnten unter neuer Führung wiedereröffnet werden, doch welche Standorte oder Regionen betroffen sein könnten, steht noch nicht fest.

Die Schließung der Brüder-Schlau-Gruppe markiert das Ende eines Unternehmens mit über 100-jähriger Geschichte. Da die meisten Schlau-Märkte endgültig schließen und zahlreiche Hammer-Filialen ihre Türen für immer schließen werden, sind die Auswirkungen auf die Mitarbeiter und die lokalen Gemeinden beträchtlich. Die verbleibenden Hammer-Standorte unter der Führung von ReThink werden weitergeführt, doch die Zukunft der ehemaligen Schlau-Standorte bleibt ungewiss.

Quelle