05 February 2026, 00:07

Thyssenkrupp setzt auf Naturstrom und spart 70.000 Tonnen CO₂ pro Jahr

Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit zahlreichen Solarpanelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras und Wasser, mit einem Zug, der auf einem Bahngeleis in der Nähe fährt.

Thyssenkrupp setzt auf Naturstrom und spart 70.000 Tonnen CO₂ pro Jahr

Thyssenkrupp hat vier neue langfristige Verträge unterzeichnet, um seine Standorte mit Naturstrom zu versorgen. Die Abkommen mit Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse sehen die Lieferung von jährlich rund 230 Gigawattstunden (GWh) erneuerbarer Energie vor – genug, um den Jahresbedarf von etwa 70.000 Haushalten zu decken.

Der Schritt ist Teil der umfassenden Strategie des Konzerns, seine Emissionen zu senken und die Produktion von grünem Stahl voranzutreiben.

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Der Naturstrom wird vor allem drei Thyssenkrupp-Werke versorgen: Rasselstein, Precision Steel und Electrical Steel. Jeder Standort wird mindestens 30 Prozent seines Energiebedarfs aus den neuen Verträgen beziehen. Durch die Vereinbarungen sollen jährlich über 70.000 Tonnen CO₂ eingespart werden, wobei allein das Werk Rasselstein seinen Ausstoß um mehr als 50.000 Tonnen pro Jahr reduzieren wird.

Am Standort Hohenlimburg wird thyssenkrupp Precision Steel den Strom direkt aus einem nahegelegenen Windpark beziehen. Ein drei Kilometer langes Kabel leitet die Energie ohne Umweg über externe Netze direkt ins Werksstromnetz.

Das Unternehmen betont, dass sein Strombedarf mit dem Umstieg auf grüne Stahlproduktion deutlich steigen wird. Ein zentraler Treiber ist die geplante Direktreduktionsanlage, die mit Wasserstoff betrieben werden soll und große Mengen erneuerbarer Energie erfordert. Diese Expansion passt zur Unternehmensstrategie, langfristige Verträge für Naturstrom abzuschließen.

Neben diesen Abkommen setzen mindestens zwei weitere Thyssenkrupp-Standorte auf erneuerbare Lösungen. Die Direktreduktionsanlage in Duisburg, deren Betrieb 2027 aufgenommen werden soll, wird bis 2037 vollständig auf grünen Wasserstoff umstellen. Gleichzeitig entsteht in Boden, Schweden, das grüne Stahlwerk Stegra, das ebenfalls auf CO₂-arme Energiequellen setzt.

Die neuen Stromabnahmeverträge (PPAs) liefern jährlich 230 GWh Naturstrom, senken die Emissionen und unterstützen Thyssenkrupps Wandel zur grünen Stahlproduktion. Mit Windkraft, Wasserstoff und direkten Versorgungsmodellen an mehreren Standorten verringert der Konzern schrittweise seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Verträge markieren einen konkreten Schritt in Richtung des langfristigen Dekarbonisierungsplans.