Theaterstück über Lübcke-Mord zeigt Deutschlands Kampf gegen Rechtsextremismus
Lotta AlbrechtTheaterstück über Lübcke-Mord zeigt Deutschlands Kampf gegen Rechtsextremismus
Neues Theaterstück über den Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland am Westfälischen Landestheater uraufgeführt
Am Westfälischen Landestheater hat ein neues Stück Premiere gefeiert, das sich mit dem Erstarken des rechtsextremen Terrorismus in Deutschland auseinandersetzt. Die Produktion greift den Mord an Walter Lübcke auf, dem ehemaligen Regierungspräsidenten des Landkreises Kassel, der 2019 von einem Rechtsextremisten ermordet wurde. Mit Unterstützung von Lübckes Familie untersucht das Stück Bedrohungen für die Demokratie und die Gefahren, denen öffentliche Persönlichkeiten ausgesetzt sind.
Der Regionalpolitiker Walter Lübcke wurde am 1. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha erschossen. Der Täter, Stephan Ernst, hatte es auf ihn abgesehen, nachdem Lübcke 2015 in einer Rede die Flüchtlingspolitik verteidigt hatte. Ernst, ein Rechtsextremist mit Verbindungen zu extremistischen Gruppen seit den 1990er-Jahren, radikalisierte sich nach den Ereignissen von 2015 weiter.
Die Polizei nahm Ernst am 15. Juni 2019 fest. Er gestand die Tat und wurde am 28. Januar 2021 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Fall machte die wachsenden Risiken deutlich, denen Politiker durch extremistische Gewalt ausgesetzt sind. Das Stück, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, soll das Bewusstsein für die Erosion demokratischer Werte schärfen.
Karten sind beim Zentralen Kultur- und Tourismusbüro, telefonisch oder online über den Webshop des Kulturamts erhältlich. Die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Bundesfreiwilligendienstleistende.
Die Inszenierung dient als eindringliche Mahnung vor den Folgen rechtsextremer Radikalisierung. Indem sie Lübckes Ermordung aufarbeitet, unterstreicht sie die anhaltenden Bedrohungen für politische Amtsträger in Deutschland. Die Uraufführung folgt auf Jahre juristischer Auseinandersetzungen und öffentlicher Debatten über die Auswirkungen von Extremismus auf die Demokratie.






