Teilzeitarbeit in NRW boomt – besonders bei Frauen steigt die Quote rasant
Jonas WagnerFast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitete 2025 Teilzeit - Teilzeitarbeit in NRW boomt – besonders bei Frauen steigt die Quote rasant
Teilzeitarbeit in Nordrhein-Westfalen stark gestiegen
In Nordrhein-Westfalen hat die Teilzeitarbeit in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Bis Juni 2025 arbeitete fast jeder dritte Beschäftigte im Land in einem Teilzeitjob. Neue Zahlen zeigen zudem erhebliche Unterschiede zwischen Regionen und Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
Laut den aktuellsten Daten waren zum 30. Juni 2025 rund 7,3 Millionen Menschen in NRW in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Davon arbeiteten etwa 550.100 Männer und 1,7 Millionen Frauen in Teilzeit. Im Vergleich zu 2015 stieg die Teilzeitquote damit um 4,7 Prozentpunkte an.
Bei den Männern erhöhte sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten im selben Zeitraum um über 63 Prozent, während die Zahl der Frauen um mehr als 28 Prozent zunahm. Frauen arbeiten derzeit jede zweite erwerbstätige in NRW in reduzierter Stundenzahl – bei den Männern ist es nur etwa jeder Siebte.
Auch regional gibt es deutliche Unterschiede: 2024 verzeichnete Sonsbeck im Kreis Wesel mit über 51 Prozent die höchste Teilzeitquote. Die niedrigsten Werte wies dagegen Rheda-Wiedenbrück (15,6 Prozent) sowie Verl (15,8 Prozent) auf.
Die Daten verdeutlichen einen klaren Trend hin zu Teilzeitarbeit in NRW, insbesondere bei Frauen. Angesichts der regionalen Schwankungen – mit einigen Gebieten weit über oder unter dem Landesdurchschnitt – spiegeln sich darin veränderte Arbeitsmuster in unterschiedlichen Gemeinden wider. Vergleichbare Zahlen für andere Bundesländer lagen in den jüngsten Berichten nicht vor.






