Tausende fordern am Frauentag in NRW mehr Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Miriam KönigInternationaler Frauentag: Schäffer äußert Besorgnis - Tausende fordern am Frauentag in NRW mehr Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt
Tausende werden am 8. März in Nordrhein-Westfalen auf die Straße gehen, um mehr Rechte für Frauen und Mädchen zu fordern. Die Proteste fallen mit dem Internationalen Frauentag zusammen, wobei in Düsseldorf, Bonn und Köln große Kundgebungen geplant sind. Die Organisator:innen erwarten die größte Veranstaltung in Köln mit rund 4.000 Teilnehmer:innen.
Verena Schäffer, die Landesministerin für Familie, äußerte sich besorgt über einen weltweiten Rückschritt bei den Frauenrechten. Sie wies auf die Rückkehr veralteter Geschlechterrollen und Klischees als wachsendes Problem hin. Ihre Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland sein aktualisiertes Gewaltschutzgesetz ab 2032 umsetzen wird, das jeder Frau rechtlichen Schutz vor Gewalt garantiert.
Nordrhein-Westfalen geht bereits jetzt Schritte zur Umsetzung des Gesetzes – insbesondere im digitalen Raum. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Ungleichheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt fortbestehen. Viele Mütter möchten ihre Arbeitszeit erhöhen, während Väter zunehmend mehr Zeit mit der Familie verbringen wollen. Dieses Ungleichgewicht spiegelt tiefere Probleme bei der Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen wider.
Weltweit gibt es keine zuverlässigen Zahlen zur jährlichen Beteiligung an Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Lokale Berichte nennen kleinere Kundgebungen, wie etwa 700 bis 800 Personen in Münster, doch großangelegte Proteste wie der Frauenstreik in Island 1975 bleiben Ausnahmefälle.
Die Demonstrationen werden den Druck auf die Politik erhöhen, sich mit den anhaltenden Geschlechterungerechtigkeiten auseinanderzusetzen. Der Fokus Nordrhein-Westfalens auf digitale Schutzmaßnahmen steht im Einklang mit dem bevorstehenden Bundesgesetz. Die Organisator:innen hoffen, dass die Märsche die Frauenrechte weiterhin in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte rücken.






