14 January 2026, 18:55

Tarifstreit in der Chemieindustrie: Lohnverhandlungen starten mit harten Fronten

Ein Plakat mit einem detaillierten Stadtplan von Spruidel, Deutschland, begleitet von beschreibendem Text.

Regionale Lohnverhandlungen in der Chemiebranche beginnen in Düsseldorf - Tarifstreit in der Chemieindustrie: Lohnverhandlungen starten mit harten Fronten

Tarifverhandlungen für Deutschlands Chemieindustrie starten am Mittwoch in Düsseldorf

Am 14. Januar 2026 beginnen in Düsseldorf die Lohnverhandlungen für die chemische Industrie, die rund 585.000 Beschäftigte betreffen, vertreten durch die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Während die Arbeitgeber, angeführt vom Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), auf eine Lohnpause drängen, fordert die Gewerkschaft Lohnerhöhungen sowie Garantien für Arbeitsplatzsicherheit.

Die Gespräche starten im Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen mit Verhandlungen über Entgeltgruppen und Ausbildungsvergütungen. Sollte auf regionaler Ebene keine Einigung erzielt werden, folgen bundesweite Verhandlungen.

Der aktuelle Tarifvertrag läuft bis zum 28. Februar 2026. Die IG BCE hat zwar noch keine konkrete Lohnforderung benannt, doch die Arbeitgeberseite bleibt bei ihrer Forderung nach einem Lohnstopp. In den kommenden Tagen werden die Beratungen auf weitere Tarifbezirke ausgeweitet.

Beide Seiten stehen unter Zeitdruck, da der bestehende Vertrag bald ausläuft. Während die Arbeitgeber die Löhne stabil halten wollen, setzt die Gewerkschaft auf mehr Jobgarantien und höhere Einkommen. Das Ergebnis wird über eine halbe Million Beschäftigte in der Chemieindustrie betreffen.

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