SWK stellt E-Scooter-Verleih KRuiser zum Jahresende ein – nach sieben Jahren und 250.000 Kilometern

SWK stellt E-Scooter-Verleih KRuiser zum Jahresende ein – nach sieben Jahren und 250.000 Kilometern
Die SWK hat bekannt gegeben, dass sie den E-Scooter-Verleih KRuiser bis Ende des Jahres einstellen wird. Die Entscheidung fällt nach sieben Jahren Betrieb, wobei das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten und nachlassende Nachfrage als Gründe nennt. Alle bestehenden Verträge bleiben bis zur offiziellen Schließung am Silvester gültig.
Der Dienst KRuiser startete 2018 mit 15 Scootern und wuchs bis auf einen Höchststand von 58 Fahrzeugen im Jahr 2024. In den letzten Monaten war die Flotte jedoch auf nur noch 32 Scooter geschrumpft. In fast sieben Jahren nutzten knapp 5.000 Kunden den Service und legten insgesamt rund 250.000 Kilometer zurück.
2025 brach die Nutzung stark ein: Die Zahl der Fahrer sank um 18 Prozent, die Buchungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent zurück. Die SWK führte den Rückgang auf steigende Kosten zurück, darunter Personalkosten, Wartung und Vandalismusschäden. Das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich tragbar sei. Die KRuiser-App wird am Silvester abgeschaltet – damit endet das Programm endgültig. Einen Nachfolger für den früheren Service-Leiter Guido Stilling, der zuvor zurückgetreten war, hat die SWK bisher nicht benannt. Die Einstellung folgt ähnlichen Entscheidungen in anderen deutschen Städten wie Jena, Tübingen, Gütersloh, Oberhausen und Düsseldorf, wo ebenfalls E-Scooter-Verleihsysteme aufgegeben wurden.
Mit der Schließung von KRuiser bleibt die SWK ab 2026 ohne ein eigenes E-Scooter-Angebot. Kunden können die Fahrzeuge nach dem Silvester weder buchen noch nutzen. Das Unternehmen bestätigte, dass alle ausstehenden Verpflichtungen vor Ende des Dienstes erfüllt werden.

