Streit um Altenberger Domstraße: CDU kritisiert mangelnde Sicherheit für Schüler und fehlende Bürgerbeteiligung
Anna FuchsStreit um Altenberger Domstraße: CDU kritisiert mangelnde Sicherheit für Schüler und fehlende Bürgerbeteiligung
Umgestaltung der Altenberger Domstraße sorgt für Streit – CDU übt scharfe Kritik an Planung und Umsetzung
Die Neugestaltung der Altenberger Domstraße hat für Kontroversen gesorgt, nachdem die CDU die Projektplanung und -durchführung der Bundesagentur für Arbeit scharf kritisiert. Unter der Leitung von Beigeordnetem Ragnar Migenda begann die Stadtverwaltung am 19. Januar 2026 mit den Arbeiten – trotz Widerstand von Anwohnern und der CDU-Fraktion. Im Mittelpunkt der Bedenken stehen nun Sicherheitsrisiken für Schülerinnen und Schüler sowie mangelnde Bürgerbeteiligung.
Die CDU-Fraktion hatte bereits mehrfach Einwände gegen die Umgestaltungspläne erhoben. Sie wirft der Stadt vor, die Bedürfnisse der Anwohner und lokalen Unternehmen zu ignorieren. Frühere Forderungen nach einer pragmatischen Lösung, die auch Händler und Gemeindemitglieder einbezieht, waren im Stadtrat von der Mehrheit abgelehnt worden.
Kritik gibt es insbesondere an der Sicherheit der Schulwege. Durch die aktuellen Baumaßnahmen sind Schüler der Concordiaschule gezwungen, längere und gefährlichere Wege zur Schule in Kauf zu nehmen. Die CDU wirft der Verwaltung vor, ihrer Pflicht nicht nachzukommen, sichere Zugänge für Kinder zu gewährleisten – obwohl die Einbindung der Schule essenziell sei. Harald Henkel, CDU-Stadtrat für Schildgen und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, monierte das Fehlen lokaler Mitsprache bei der Verkehrsplanung. Er betonte, dass Anwohneranliegen, die in Informationsveranstaltungen vorgebracht wurden, weitgehend ignoriert worden seien. Die CDU argumentiert zudem, dass der bisherige Projektverlauf auf mangelnde frühzeitige Koordination und unzureichende Planung der Arbeitsagentur hindeutet. SPD und Grüne hatten die Pläne trotz klarer Ablehnung durch Bürgerinitiativen in Nittum durchgesetzt. Nun fordert die CDU, dass die Verwaltung zügig die festgestellten Mängel behebt und eine aktivere Steuerungsrolle übernimmt.
Die Umgestaltung der Altenberger Domstraße wird unter städtischer Führung fortgesetzt, doch zentrale Probleme bleiben ungelöst. Schüler müssen weiterhin gefährliche Schulwege in Kauf nehmen, und Anwohner fühlen sich im Planungsprozess übergangen. Die CDU besteht darauf, dass dringend Nachbesserungen nötig sind, um Sicherheits- und Koordinationsdefizite zu beheben, bevor die Arbeiten weiter voranschreiten.






