09 June 2026, 04:02

SPD-Politiker fordert: Feuerwehrleute sollen mit 60 in Rente gehen dürfen

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung der Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker fordert: Feuerwehrleute sollen mit 60 in Rente gehen dürfen

Ingo Schäfer, Abgeordneter der SPD, hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren beizubehalten. In einem am Donnerstag versandten Schreiben forderte er die Verantwortlichen auf, eine geplante Anhebung auf 61 Jahre abzulehnen. Schäfer betonte, dass die aktuelle Altersgrenze für Einsatzkräfte aufgrund der körperlichen Belastungen des Berufs unverzichtbar sei.

Seine Bedenken richtete Schäfer an Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU). Als Mitglied des Innenausschusses des Bundestags ist er für den Zivilschutz und das Beamtenrecht zuständig. In seinem Schreiben verwies er darauf, dass die meisten Feuerwehrleute zum Zeitpunkt ihres 60. Geburtstags bereits 35 Jahre oder länger im Dienst seien.

Er lud die Landesregierung ein, Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von den täglichen Herausforderungen der Feuerwehrleute zu machen. Zudem schlug Schäfer vor, Überstundenaufzeichnungen und unbesetzte Stellen zu prüfen, um die Belastung der Belegschaft besser zu verstehen. Er hob hervor, dass Feuerwehrleute nicht nur regelmäßig im Rettungsdienst im Einsatz seien, sondern auch während der Pandemie eine zentrale Rolle gespielt hätten.

Zur Untermauerung seiner Argumentation verwies Schäfer auf andere Bundesländer: Baden-Württemberg hatte kürzlich das Renteneintrittsalter wieder auf 60 Jahre gesenkt. Rheinland-Pfalz reduzierte die Altersgrenze für nicht im Einsatzdienst tätige Feuerwehrleute und Leitstellenmitarbeiter. Diese Beispiele zeigten, so Schäfer, dass die Beibehaltung der aktuellen Regelung sowohl sinnvoll als auch notwendig sei.

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Der Vorschlag der Landesregierung, das Renteneintrittsalter auf 61 Jahre anzuheben, bleibt weiterhin umstritten. Schäfers Schreiben unterstreicht die körperlichen Anforderungen des Feuerwehrberufs und die Notwendigkeit, erfahrenes Personal zu schützen. Sein Appell für eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen könnte die endgültige Entscheidung über die Altersgrenze beeinflussen.

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