Sollte Deutschland eigene Atomwaffen entwickeln – und was würde das kosten?
Sollte Deutschland eigene Atomwaffen entwickeln – und was würde das kosten?
Die Debatten über Deutschlands nukleare Fähigkeiten haben in den letzten Jahren an Intensität gewonnen. Einige Politiker und Militärs fordern mittlerweile, das Land solle ein eigenes atomares Abschreckungspotenzial aufbauen. Die Diskussion erhielt neuen Auftrieb nach Russlands Invasion in der Ukraine 2022 – Experten und Abgeordnete sind uneins über Machbarkeit, Kosten und Risiken.
Bereits 2008 veröffentlichte der Chemiker Rainer Moormann eine Studie, in der er die Reaktorsicherheit infrage stellte und auf das theoretische Potenzial Deutschlands hinwies, Nuklearwaffen zu entwickeln. Seine Forschungsergebnisse deuteten darauf hin, dass die Urananreicherungsanlage in Gronau, betrieben vom Unternehmen Urenco, mit geringfügigen Anpassungen waffenfähiges Material produzieren könnte. Die einzige Anlage dieser Art in Deutschland nutzt Gaszentrifugentechnologie, um Uran-235 für Kraftwerke – und theoretisch auch für Bomben – anzureichern.
Moormann schätzte, Deutschland könnte innerhalb von drei Jahren eine Atombombe bauen, falls es sich dafür entscheiden würde. Seine damals im Zuge des deutschen Atomausstiegs weitgehend ignorierten Erkenntnisse gewannen mit wachsenden Sicherheitsbedenken wieder an Bedeutung. Bis 2024 sprachen sich Persönlichkeiten wie CDU-Chef Friedrich Merz für ein "europäisch-strategisches Modell" aus, bei dem deutsche Taurus-Marschflugkörper mit britischen oder französischen Atomwaffen bestückt werden könnten – etwa mit verstärkten Spaltwaffen.
Die Unterstützung für eine deutsche oder europäische nukleare Abschreckung stieg an: Umfragen zeigen, dass 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung dafür sind. Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) und die SPD-Expertin Siemtje Möller befürworten ein gemeinsames EU-Arsenal. Militärvertreter wie Brigadegeneral Frank Pieper plädieren für taktische Atomwaffen, während die Analysten Harald Biermann und Joachim Krause eine offene Debatte über eine eigenständige Abschreckung fordern.
Gegner verweisen auf die immensen Kosten – Schätzungen reichen von 100 bis 200 Milliarden Euro – sowie auf Verstöße gegen das Atomwaffensperrvertragsregime. Zudem weisen sie auf ungelöste Probleme hin, etwa die unsichere Lagerung von abgereichertem Uran in der Nähe von Gronau, wo Umweltschützer seit Langem die Schließung der Anlage fordern. Trotz der Diskussionen gab es bis 2026 jedoch keine konkreten politischen Weichenstellungen.
Die technische Machbarkeit eines deutschen Nuklearprogramms bleibt umstritten. Zwar bestätigen Experten, dass das Land über die notwendige Infrastruktur und das Know-how verfügt – doch politische und finanzielle Hürden bestehen fort. Vorerst wird die Debatte ohne greifbare Schritte in Richtung einer eigenständigen Atombewaffnung weitergeführt.
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