Solinger Landwirte fordern Kurswechsel in der Agrarpolitik gegen drohende Haushaltskürzungen
Jonas WagnerSolinger Landwirte fordern Kurswechsel in der Agrarpolitik gegen drohende Haushaltskürzungen
Landwirte aus Solingen trafen sich auf dem Hof der Familie Meinsma zu einer Diskussion über Agrarpolitik. Die von Jürgen Hardt, Mitglied des Deutschen Bundestags, organisierte Veranstaltung brachte Politiker und Landwirte zusammen, um über wachsende Sorgen wegen geplanter Haushaltskürzungen und Steueränderungen zu sprechen.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen Befürchtungen, dass neue finanzielle Belastungen familiengeführte Betriebe in der Region bedrohen könnten.
Jürgen Hardt hatte Landwirte aus dem Bergischen Städtedreieck eingeladen, um ihre Anliegen vorzutragen. Unter den Teilnehmern waren Sebastian Haug, Daniel Flemm, Marc Westkämper, Gerlinde Steingrüber, Martin Dahlmann und Carsten Bröcker sowie die Familie Kraner, Rolf Hensen, Karl-Otto Dickhoven und weitere lokale Erzeuger.
Die Runde war sich einig, dass Landwirte nicht die zusätzlichen Kosten für den Ausgleich des Bundeshaushalts tragen sollten. Steuererhöhungen oder Kürzungen bei Subventionen wurden als direkte Bedrohung für die Einkommen der Betriebe angesehen – ohne dass im Gegenzug Entlastungen angeboten würden. Viele betonten, dass Landwirte bereits einen wichtigen Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion, zum Umweltschutz und zum Tierschutz leisteten, ohne faire Unterstützung zu erhalten.
Martin Dahlmann machte deutlich, dass die Landwirte friedlichen Protest und offenen Dialog der Konfrontation vorzögen. In der Diskussion wurde zudem ein Kurswechsel in der Agrarpolitik gefordert – eine Politik, die mit den Landwirten entwickelt und nicht über sie verhängt wird.
Zum Abschluss bekräftigten Hardt, Haug, Flemm und Steingrüber ihr Versprechen, den Anliegen der Landwirte Gehör zu verschaffen und für ihre Interessen zu kämpfen. Die Solinger CDU und ihre Vertreter erklärten, sich weiter für die Rücknahme schädlicher Vorschläge einzusetzen.
Die Familie Meinsma hatte die Veranstaltung ausgerichtet; die Organisatoren dankten ihr für die Bereitstellung eines Raums für den konstruktiven Austausch.
Die Runde endete mit dem gemeinsamen Willen, die lokale Landwirtschaft vor ungerechtfertigtem finanziellen Druck zu schützen. Die Politiker sicherten zu, die Forderungen der Landwirte auch in künftigen politischen Entscheidungen zu vertreten. Im Fokus bleibt, dass mögliche Änderungen nur in Abstimmung mit den direkt Betroffenen umgesetzt werden.






