Solinger Kirchenkreis plant klimaneutrale und barrierefreie Zukunft bis 2035
Jonas WagnerSolinger Kirchenkreis plant klimaneutrale und barrierefreie Zukunft bis 2035
Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat seine Zukunftspläne für Kirchen und Gemeindegebäude vorgestellt. Auf einer jüngsten Synodalsitzung wurde entschieden, welche Standorte über das Jahr 2035 hinaus betrieben werden – mit einem starken Fokus auf Klimaneutralität und Barrierefreiheit. Zu den Beschlüssen gehören auch umfassende Sanierungen und neue Nutzungskonzepte für zentrale Einrichtungen in der Stadt.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter bereitete die Grundlagen für die Synodenentscheidungen vor. Die Sitzung endete mit einstimmiger Zustimmung zu den Kernelementen des Plans, der bis 2027 finalisiert werden soll. Superintendentin Dr. Ilka Werner lobte die Ergebnisse und hob besonders die Sanierungsvorhaben, den klimaneutralen Betrieb sowie Lösungen für Gebäude ohne langfristige Perspektive hervor.
Zwölf Kirchen und Gemeinschaftszentren sollen erhalten und modernisiert werden, darunter die Martinskirche, die Ohligser Kirche, die Höhsche Kirche, die Kirche am Borsberg und die Dorfkirche Gräfrath. Auch die Gemeinschaftszentren in Mitte, Wald und Waldhof sind Teil des Plans. Alle ausgewählten Gebäude werden energetisch saniert und vollständig barrierefrei gestaltet, wobei mindestens ein Standort spezielle Räumlichkeiten für Jugendgruppen bieten wird.
Für die Stadtkirche Mitte ist bis 2027 ein neues Nutzungskonzept vorgesehen, das diakonische Angebote, moderne spirituelle Formate und eine zentrale Rolle für sowohl die Kirchengemeinde als auch das städtische Umfeld verbindet. Die Zukunft des Standorts Rupelrath – einschließlich der Christuskirche und ihres Gemeinschaftszentrums – bleibt hingegen bis zum Frühjahr 2027 unentschieden.
Auf der Synode wurden zudem weitergehende strukturelle Veränderungen erörtert, wie die geplante Fusion mit den Kirchenkreisen Niederberg und Düsseldorf-Mettmann. Eine gemeinsame Synode ist für nächstes Jahr angesetzt, um die Zusammenarbeit weiter auszuloten. Der neue Kirchenkreis Solingen soll am 1. Januar 2029 starten, wobei eine einjährige Verzögerung noch möglich ist.
Die Beschlüsse weisen dem Kirchenkreis einen klaren Weg in die Zukunft und sichern die langfristige Nutzung zentraler Standorte – stets mit Priorität auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Die Sanierungsarbeiten werden in den kommenden Jahren beginnen, wobei die Umgestaltung der Stadtkirche Mitte und die Klärung der Rupelrath-Frage bis 2027 erwartet werden. Die Fusionsgespräche dauern an und prägen die Struktur des Kirchenkreises über 2029 hinaus.






